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Polizeigewerkschaft GdP will mit Langzeitkonten Überstunden abbauen

Dienstag, Mai 5th, 2015
Überstunden will GdP-Chef Plickert mit Langzeitkonten abbauen.  Bild: GdP NRW

Überstunden will GdP-Chef Plickert mit Langzeitkonten abbauen. Bild: GdP NRW

Düsseldorf (EB) – Die GdP fordert Langzeitkonten wie bei der Bundespolizei, um unvermeidliche Überstunden abbauen zu können. Weil die Polizei in NRW ihre Maßnahmen zur Terrorabwehr massiv verstärkt, die dafür vom Land bewilligten zusätzlichen Polizisten aber erst noch ausgebildet werden müssen, fallen bei der Polizei bis 2020 voraussichtlich weitere 1,3 Millionen Überstunden an, erklärte die GdP in einer Pressemitteilung. Die Mehrarbeit kommt hiernach auf den Berg von 3,8 Millionen Überstunden, die die Polizei seit mehr als 10 Jahren vor sich herschiebt, noch oben drauf. Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) hält deshalb die Pläne des Innenministeriums, den schon jetzt bestehenden Überstundenberg in den kommenden fünf Jahren abzubauen, für unrealistisch. „Die Rechnung kann nicht aufgehen. Ich kann nicht gleichzeitig die Schlagzahl bei der Polizei erhöhen und einem Stundenabbau das Wort reden“, erklärte GdP-Landesvorsitzender Arnold Plickert. (mehr…)

Bahnstreik: Auch Bahngewerkschaft EVG schließt Streiks in laufender Tarifverhandlung nicht aus

Dienstag, Mai 5th, 2015

Köln (tu)  – Der Vorsitzende der Bahngewerkschaft EVG, Alexander Kirchner, schließt einen Bahnstreik während der noch laufenden Tarifverhandlungen ebenfalls nicht aus, falls die Forderungen der Gewerkschaft auf andere Weise nicht durchsetzbar sind. Im ARD-Morgenmagazin erklärte Kirchner: „Wenn am Ende des Prozesses wir feststellen, dass aufgrund der Eskalation das, was wir wollen, nämlich eine einheitliche Erhöhung für alle Beschäftigten um sechs Prozent und mindestens 150 Euro, nicht realisierbar ist über Tarifverhandlungen, schließen wir natürlich einen Streik auch nicht aus, weil wir eines verhindern werden: dass die Ärmsten der Armen abgehängt werden in diesem Tarifkonflikt. Das sind Kolleginnen und Kollegen, die für 1100 netto und 800 Euro Miete ihr Leben fristen müssen. Da kann es nicht sein, dass einzelne Berufsgruppen versuchen, aus diesem Kuchen, der zu verteilen ist im Bahnkonzern, mehr raus zu holen. Und die Kollegen abgehängt werden.“ Streik sei ein probates Mittel, wenn es am Verhandlungstisch nicht mehr gehe, betonte Kirchner. Im Gegensatz zur GdL streike die EVG allerdings nicht um Strukturen sondern um mehr Geld.