Posts Tagged ‘Reker’

Was Alfred Neven DuMont vielleicht besser gemacht hätte – Der „Kölner Stadt-Anzeiger“ und die Sozis in Köln

Donnerstag, Juni 7th, 2018

 

 

Martin Börschel  Bild: Tutt

Martin Börschel
Bild: Tutt

Henriette Reker, Bild: Tutt

Henriette Reker, Bild: Tutt

Von Heinz Tutt

Kölns Oberbürgermeisterin Henriette Reker (parteilos) verstrickt sich immer tiefer in die Affäre um die Besetzung des Vorstands der Kölner Stadtwerke AG. Als selbsternannte Jeanne d’Arc der Kölner Politik will sie in letzter Minute einen – wie sie sagte – schlimmen Rückfall in alte Klüngel-Politik verhindert haben, mit dem der SPD-Politiker Martin Börschel auf den lukrativen Stadtwerke-Posten gehievt werden sollte. In der Presse aber wird mittlerweile angezweifelt, ob Reker tatsächlich die volle Wahrheit sagte, als sie Martin Börschel als künftigen Stadtwerke-Geschäftsführer ausbremste. (mehr…)

Attentat und PR-Gag – Ärger um die Aufbereitung des Anschlags auf Reker

Mittwoch, Oktober 5th, 2016

 

Henriette Reker, Bild: Tutt

Henriette Reker, Bild: Tutt

Köln (tu) – Pascal Siemens hat es gestern auf die Titelseite des Kölner „Express“ geschafft. Das ist nicht so einfach für einen Menschen, den eigentlich niemand kennt, heute Referent der Kölnern Oberbürgermeisterin Henriette Reker ist, und der zuvor deren Wahlkampf gemanagt hatte. Obwohl: Er hatte ja aus seinen Wahlkampferfahrungen ein Buch verfasst, was „zufällig“ in diesen Tagen veröffentlicht und von dem „Rundschau“-Artikel begleitet wurde. Da kann sich Siemens über die Publizität nur freuen.

Anlass für den PR-Sturm ist unter anderem eine Äußerung Siemens‘ in einem Bericht der „Kölnischen Rundschau“ vom Wochenende. Der wurde so interpretiert, dass der damalige Gegenkandidat von Reker, Jochen Ott (SPD), indirekt im Wahlkampf dazu beigetragen habe, dass auf Reker wegen deren Flüchtlingspolitik ein Attentat auf sie verübt worden sei.

In einer als Rundschreiben übermittelten Pressemitteilung beteuert Siemens nun, dass weder Jochen Ott, der damalige SPD-Konkurrent von Reker, noch der Kölner SPD Verantwortung für das Attentat auf Reker zur Last gelegt werden könne.

So ganz nebenbei erwähnt Siemens in seiner an viele Hundert Journalisten gerichteten Erklärung, dass sein Buch über den Wahlkampf von Reker und Ott soeben erschienen sei. Einen besseren Start wird sich der Verlag kaum haben wünschen können. Man wird sehen, ob dieser PR-Gag sich in den Auflagezahlen widerspiegeln wird.

Börschel begrüßt Ziele der Verwaltungsreform, “Einsparvorgabe ist aber ein Fehler”

Mittwoch, August 3rd, 2016
Martin Börschel  Bild: Tutt

Martin Börschel
Bild: Tutt

Köln (EB) – Die SPD-Fraktion im Rat der Stadt Köln wird Oberbürgermeisterin Henriette Reker und ihren für den Prozess verantwortlichen neuen Amtsleiter, Dr. Rainer Heinz, bei ihrem Vorhaben einer Reform der Stadtverwaltung gerne unterstützen. Sie hält die öffentlich geäußerte Pauschalkritik der OB an den städtischen Mitarbeitern aber nach wie vor für unangemessen und wenig hilfreich. Zudem ist eine pauschale Sparvorgabe ein Fehler; bessere Abläufe und motivierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter müssen im Vordergrund stehen. (mehr…)

“Einfach weiter so” – In Köln ist immer Karneval – Ein Gastkommentar von Roland Appel

Donnerstag, September 3rd, 2015
Roland Appel

Roland Appel

Die „Rheinische Post“ aus Düsseldorf hat vor einiger Zeit den „Kölner Wahlzettel“ abgedruckt – dreimal SPD, Lukas Podolski, Kardinal Woelki, Geißbock Hennes VIII, Tünnes und Schäl und so weiter… Wer kann schönere Geschichten schreiben, als das Leben selbst? (mehr…)

Kölner OB-Wahl Fall für den Staatsanwalt?

Mittwoch, September 2nd, 2015

In Köln wurden Wahlscheine für die Oberbürgermeisterwahl verwendet, die nicht den Vorgaben des Gesetzes entsprechen. Laut Vorgaben müssen die Kandidatennamen gut lesbar sein. In Köln waren vor allem die Namen der Parteien gut lesbar. Pech für die parteilose Kandidatin Reker (die von Grünen, CDU, FDP und Freie Wähler unterstützt wird), die gegen den SPD-Kandidaten Ott antritt. Auf dem Wahlzettel ist sie nicht nur für Brillenträger schwer zu finden.

Warum setzt sich die Stadtverwaltung ins Unrecht? Warum beachtet sie nicht amtliche Vorgaben? Der schlimme Verdacht besteht, dass dies mit Absicht erfolgte, um die Wahlchancen von Ott zu verbessern. Wenn es so zutrifft, wäre dies ein Fall für den Staatsanwalt. Aber der liest offenbar keine Zeitungen. Wetten, dass es für einen Anfangsverdacht nicht reichen wird?

Bereits jetzt wurden 53.000 unkorrekte Wahlzettel abgegeben. Der Schaden ist kaum noch zu begrenzen. Die Wahl könnte angefochten werden, wenn diese Stimmzettel berücksichtigt würden. Es ist absurd, eine Wahl mit zwei unterschiedlichen Wahlscheinen durchzuführen.

Aber auch, wenn die beanstandeten Wahlzettel nicht gezählt würden und stattdessen neue zu einem anderem Wahltermin vergeben würden, gibt es Probleme. Jede Stimme zählt. Was ist mit Personen, die nach der Briefwahl verstorben sind? Sie können nicht auf neuen Wahlzetteln abstimmen. Was ist mit Urlaubern, die keine Chance mehr haben, auf neuen Zettel abzustimmen?

Es ist unfassbar, was sich derzeit in Köln abspielt. (tu)