Posts Tagged ‘Bosbach’

Bosbach: Laschets letzte Karte – Kommentar von Roland Appell

Samstag, April 22nd, 2017
Roland Appel

Roland Appel

“Ich sage Ihnen heute nur die Hälfte der Wahrheit, dann haben se morjen noch jenuch Platz für das Dementi” – das hat Konrad Adenauer einem Journalisten verbrieft gesagt,  der ihn wegen eines aktuellen Problems ,,löcherte”. Dessen kölsche Souveränität ist dem derzeitigen CDU-Spitzenkandidat und möchtegern Junior-Anwärter auf Beteiligung an einer großen Koaliton, Armin Laschet, fremd. Seit Monaten turnt er erfolglos durch jede Talkshow von Maischberger bis Plasberg, ohne dass sich die Prognose bescheidener 30 Prozent für die CDU in NRW verändert – es geht eher nach unten. Er findet trotz Idis Amri und einer bräsigen Ministerpräsidentin, trotz profillosen Grünen und kurz vor der Implosion stehender AfD keinen Anpack, um zu erklären, warum er die insgesamt eher traurige Rot-Grüne Landesregierung durch eine noch traurigere unter CDU-Führung ersetzen sollte. Denn rechnerisch würde es nicht einmal für Schwarz-Gelb-Grün reichen – ganz abgesehen von dem traurigen Rest von Gemeinsamkeiten, die diese drei Parteien hätten. So droht wohl das Horrorszenario einer GroKo unter Führung der SPD. (mehr…)

ARD-Morgenmagazin: CDU-Politiker Bosbach erwägt Rückzug aus der Politik – „Ich möchte nicht Quertreiber sein“

Dienstag, Februar 24th, 2015

Köln (tu) Angesichts der bevorstehenden Entscheidung des Bundestags zu den Griechenland-Hilfen erwägt der CDU-Innenpolitiker Wolfgang Bosbach einen Rückzug aus der Politik. Im ARD-Morgenmagazin erklärte Bosbach: „Ich möchte nicht der Quertreiber sein, nicht ständig der Neinsager, der sogenannte Rebell. Ich möchte nicht die Kuh sein, die quer im Stall steht. Jede Abstimmung über die Griechenland-Hilfe ist ja auch die Beantwortung der Frage, wie solidarisch ist man gegenüber der Parteiführung, gegenüber der selbst gewählten Bundesregierung, die ich ja gerne tragen und unterstützen möchte. Aber ich werde auch in Zukunft nicht gegen meine Überzeugung abstimmen. Dabei bleibt es auch. Und deswegen muss ich jetzt in Ruhe überlegen, wie es weiter geht. So, wie in den letzten Jahren, kann es jedenfalls für mich nicht weitergehen.“ Das CDU-Urgestein aus Nordrhein-Westfalen befürchtet, dass die Haftungsrisiken für die deutsche Bevölkerung zu groß werden.