Projekt “Wohnen mit Teilhabe”: Mehr als 100 Bettenfelder informierten sich

Bettenfeld (tu) – Die Referentin Petra Mahler war beeindruckt. Mehr als 100 Bettenfelder waren am Dienstagabend  in die Mosenberghalle gekommen, um sich aus erster Quelle über das Projekt „Wohnen mit Teilhabe“ der Landeszentrale für Gesundheitsförderung (LZG) zu informieren. Der Gemeinderat hatte sich bereits für die Teilnahme an dieser landesweiten Ausschreibung beworben. Jetzt wollten die Bürger Einzelheiten über das Vorhaben erfahren.

Petra Mahler stand für Fragen Rede und Antwort. Sie machte bereits zu Beginn ihres Vortrags klar, dass es ein dornenreicher Weg sein werde, um zum Ziel zu gelangen. Die Gemeinde plant, in der Ortsmitte auf den freien Gemeindeflächen ein Gebäude zu errichten, in dem Senioren barrierefrei wohnen und im direkten Kontakt zur Bevölkerung leben können. „Wir wollen hier kein Altersheim bauen“, stellte der Ortsbürgermeister gleich zu Beginn der Veranstaltung klar. Das Motto heiße: „Gemeinsam statt einsam“.

Wie das Projekt im Detail aussehen könnte, werde im ersten Planungsjahr ausgearbeitet, sagte Petra Mahler. Ob der Schwerpunkt in einer Wohn- und Pflegegemeinschaft liegen solle, oder das gemeinsame Altwerden beispielsweise in Wohngemeinschaften oder separaten Mietwohnungen letztlich angestrebt werden, wird im kommenden Jahr in einem Konzept erarbeitet.

Die Bewerbungsfrist für das Projekt läuft am 15.11.2019 ab. Die wesentlichen Eckdaten der Bewerbung liegen vor. Noch in dieser Woche soll die Bewerbung nach Mainz geschickt werden. Heike Bros von der Verbandsgemeinde Wittlich-Land, die das Projekt begleitet, nahm an der Bürgerversammlung ebenfalls teil. Die Besucher stellten zum Teil durchaus kritische Fragen: Wie hoch sollen etwa die Mieten sein für diejenigen, die künftig in dem neuen Gebäude wohnen wollen? Oder wer entscheidet darüber, wer einziehen darf?

Dies sind alles Fragen, die noch nicht abschließend beantwortet werden können. Schließlich hängt vieles davon ab, wer letztendlich als Investor für das Projekt gewonnen werden kann, und wer als Träger fungiert. Im Wettbewerb mit den anderen Gemeinden, die schließlich in das Projekt aufgenommen werden, könnte Bettenfeld übrigens durchaus gute Chancen haben. Denn Frau Mahler erklärte, dass die Eifel für die LZG bisher ein „weißer Fleck“ sei – was also bedeutet, dass aus dieser Region sich bislang so gut wie niemand beworben hat. Und da das Land die fünf Gewinner, die in ganz Rheinland-Pfalz zum Zuge kommen, nach Regionen aussucht, könnte dies ein gutes Zeichen sein. Im Dezember wissen die Bettenfeld mehr. Dann steht fest, ob die Ortsgemeinde zu den Gewinnern gehört.

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