Waldbauern begrüßen Klöckner-Vorschlag zur Aufforstung

Düsseldorf (EB) – Der Vorsitzende des Waldbauernverbandes NRW, Philipp Freiherr Heereman, begrüßt das von Bundesagrarministerin Klöckner vorgeschlagene Programm zur Wiederaufforstung von geschädigten Wäldern in Deutschland. Auch die Unterstützung der Kanzlerin in der Sache sei hilfreich.  „Endlich habe die Bundesregierung die Brisanz der Situation in unseren Wäldern erkannt“, so Heereman. Dort hätten Schäden durch Sturm und Dürre sowie der folgende Befall vieler Bäume insbesondere durch den Borkenkäfer zu massiven Verlusten geführt. Komplette Ökosysteme seien bedroht. Der Waldbauernverband NRW weist seit Monaten auf die dramatischen Folgen für die Wälder hin und hat an die Landesregierung NRW appelliert, 16,5 Mio. Euro an Soforthilfen für die Beseitigung geschädigten Holzes und andere Folgen des Borkenkäferbefalls bereitzustellen. Diese seien bislang nur ansatzweise erfüllt. Auch sei der Abruf der bereitgestellten Erstmittel viel zu umständlich.

Heereman: „Es bedarf einer Walderneuerung, aber er muss nicht neu erfunden werden. Was nützen neue Bäume, wenn die alten Gesunden und all die Neuanpflanzungen durch den Borkenkäfer oder andere Schädlinge sofort vernichtet werden“. Daher erneuert der Vorsitzende der Waldbauern NRW seinen Appell, jetzt den Borkenkäfer zu bekämpfen und danach dem Wald eine Zukunft zu geben. Dazu brauchen die Waldbauern sofort Mittel und Hilfen, die auch im Wald ankommen. Zuviel Bürokratie sowie ein Beharren auf der Vermeidung von Schädlingsbekämpfungsmitteln seien hier die Totenwächter unserer Wälder, so Heereman, der an Ministerpräsident Laschet appelliert, das Thema Wald und dessen Rettung in NRW zur Chefsache zu erklären.

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