VBE/NRW-Haushalt: Stellenausschreibungen allein bringen nichts

Düsseldorf (EB) – Anlässlich der heutigen Anhörung zum Haushaltsentwurf fordert der Verband Bildung und Erziehung (VBE) NRW die Landesregierung auf, ausreichende Finanzmittel bereitzustellen, um der hauseigenen Lehrerbedarfsprognose wirksam entgegenzusteuern. „Ohne gleichen Lohn für gleiche Arbeit bekommt das Land den Lehrkräftemangel nicht in den Griff. Nach Angaben des Schulministeriums wird es in den nächsten zehn Jahren allein in Nordrhein-Westfalen einen Mangel von 15.000 Lehrkräften für die Grundschulen und für die Sekundarstufe I geben. Der Landesregierung müsste es doch zu denken geben, dass es sich dabei genau um die Lehrämter handelt, die ein deutlich geringeres Einstiegsgehalt aufweisen als alle anderen Lehrämter. Wer ungleichen Lohn für gleiche Arbeit zahlt, darf sich nicht über Personalmangel wundern“, erklärt Stefan Behlau, Landesvorsitzender des VBE NRW.

Der VBE verzichtet aufgrund des vorgelegten Haushaltsentwurfs auf ein persönliches Erscheinen in der heutigen Anhörung des Haushalts- und Finanzausschusses und verweist auf seine deutliche Stellungnahme. „Die bisher zu dieser Thematik durchgeführten Anhörungen erwecken den Eindruck, dass einige Abgeordnete die massiven Auswirkungen des Lehrkräftemangels noch immer nicht verstanden haben. Die Zeit des Redens ist endgültig vorbei. Handeln ist gefragt – und zwar jetzt, damit die Versorgung aller Schulen mit entsprechend ausgebildeten bzw. qualifizierten Lehrkräften zeitnah gewährleistet wird. Nach über einem Jahr Schwarz-Gelb erwarten wir jetzt konkrete Aussagen zu A13 für alle Lehrkräfte“, erklärt Behlau.

 

Leave a Reply