VBE/NRW zu Etat 2019: Neue Lehrer-Stellen brauchen auch Bewerberinnen und Bewerber

Düsseldorf (EB) – Der Verband Bildung und Erziehung (VBE) NRW begrüßt, dass neue Stellen für die Schulen des Landes geschaffen werden sollen und verweist auf den Fachkräftemangel, der bisher nicht ausreichend berücksichtigt wird. „Es klingt zunächst ganz gut: Stellen, um kleinere Klassen und Inklusion zu ermöglichen oder Stellen, um die Integrationsarbeit an Schulen zu stärken. Das große Problem ist jedoch, dass es auf dem Markt zu wenig Lehrkräfte gibt, gerade für den Sekundarbereich I und für die Grundschulen. Das sind genau die Lehrämter mit einem deutlich geringeren Einstiegsgehalt. Was wir weiterhin im Haushalt vermissen ist gleicher Lohn für gleiche Arbeit. Nordrhein-Westfalen ist gefragt, hier nötige Anreize zu schaffen“, erklärt Stefan Behlau, Landesvorsitzender des VBE.

Der VBE begrüßt, dass offenbar die Klassengrößen gesenkt werden sollen. „In vielen Schulen müssen Lehrkräfte rund 32 Kinder in einer Klasse unterrichten von denen einige besonderen Förderbedarf haben und andere die deutsche Sprache noch nicht ganz beherrschen. Eine Lehrkraft allein kann das nicht packen“, erklärt Behlau. Insgesamt benötigen der Sekundarbereich I und die Grundschulen mehr Unterstützung.

Nach Angaben des Schulministeriums wird es in den nächsten zehn Jahren allein in NRW einen Mangel von 15.000 Lehrkräften für die Grundschulen und für den Sekundarstufe I geben. Dagegen wird für das Gymnasium ein Personalüberhang von 16.000 Lehrkräften prognostiziert.

 

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