Unionsstreit/CSU: Friedrich setzt im Unionsstreit auf Zeit und unterstützt Seehofers Absicht, bei Grenzkontrollen Flüchtlinge abzuweisen

 

Köln – Der Vizepräsident des Deutschen Bundestags, Hans-Peter Friedrich (CSU), sieht im aktuellen innerparteilichen Streit um die Flüchtlingspolitik eine pragmatische Lösung. Im ARD-Mörgenmagazin erklärte er, wenn Innenminister Seehofer, wie beabsichtigt, Grenzkontrollen anordnete, werde es einige Zeit dauern, bis dies bürokratisch umgesetzt werden könne. Die 14 Tage, die Merkel bis zur einer europaweiten Entscheidung sich ausbedungen habe, könnten so eingehalten werden. Wörtlich sagte Friedrich: „Wir kriegen das hin.“ Bei 63 Punkten in Seehofers Masterplan gebe es nur einen strittigen Punkt.

Es gehe jetzt nur um die Frage, wie lange man brauche, um Seehofers Plan umzusetzen. Es werde ohnehin, wenn Seehofer seine Pläne umsetzen wolle, einige Zeit dauern, die Zurückweisung an den Grenzen tatsächlich vorzunehmen, sagte Friedrich. „Bis dahin kann Frau Merkel alle europäischen Lösungen präsentieren, die sie erreichen will“, sagte Friedrich.

Leave a Reply