IG BCE Nordrhein beschließt Forderung zur anstehenden Chemie-Tarifrunde

Düsseldorf (EB) – Die IG BCE Nordrhein hat ihre Forderung für die diesjährige Tarifrunde in der Chemieindustrie beschlossen. Die Gewerkschaft fordert deutlich mehr Geld, ein höheres Urlaubsgeld sowie eine Weiterentwicklung bei der Verbesserung der Arbeitsbedingungen. Die Forderung wurde einstimmig von den Mitgliedern der Tarifkommission beschlossen, teilte die Gewerkschaft in einer Pressemitteilung mit.

Hiernach sehen die Forderungen wie folgt aus:

Sechs Prozent höhere Entgelte über eine Laufzeit von 12 Monaten sowie eine Erhöhung der Ausbildungsvergütungen um 75 Euro.

Das Urlaubsgeld für Vollzeitbeschäftigte soll von zurzeit 20,45 Euro je Urlaubstag auf 40 Euro je Urlaubstag steigen, für Auszubildende soll das jährliche Urlaubsgeld von 449,94 auf 900 Euro angehoben werden.

Vor dem Hintergrund steigender Belastungen, rasanter technologischer Veränderungen und dem Wunsch der Beschäftigten nach mehr Zeitsouveränität erwartet die Gewerkschaft eine Weiterentwicklung bestehender Arbeitsbedingungen.

Die Tarifrunde in der Chemieindustrie steht unter dem Motto: „Weil du es wert bist!“. Frank Löllgen, Verhandlungsführer und Landesbezirksleiter der IG BCE Nordrhein machte mit Blick auf die hervorragende wirtschaftliche Situation der Branche klar, dass die Beschäftigten eine deutliche Steigerung der Realeinkommen erwarten. „Die Unternehmen schreiben Rekordgewinne. Diese Gewinne werden von den Beschäftigten erwirtschaftet. Jetzt müssen sie auch ihren gerechten Anteil erhalten.“

Mitglieder der Tarifkommission berichteten in der heutigen Sitzung, dass eine Forderung nach sechs Prozent mehr Geld, einem fast verdoppelten Urlaubsgeld und mehr Zeitsouveränität bei den Beschäftigten in den Betrieben sehr gut ankommt. Ähnlich gut sei die Reaktion auch in anderen Chemieregionen, erklärte Ralf Sikorski, Mitglied des geschäftsführenden Hauptvorstandes der IG BCE in Düsseldorf. „Wir erfahren große Zustimmung.”

 

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