Rechtsanspruch auf Ganztag bis 2025 – VBE: Sofort reagieren

Düsseldorf (EB) – Der VBE fordert die Landesregierung auf, möglichst zeitnah auf den im Koalitionsvertrag festgeschriebenen Rechtsanspruch auf einen Ganztagsplatz bis 2025 zu reagieren. “Sonst erleben wir 2025 eine ähnliche Situation wie aktuell in den Kitas. Rechtsansprüche allein reichen nicht. Die Plätze müssen geschaffen und das Personal eingestellt werden. Frühzeitig reagieren ist ein Muss, grundsätzlich und gerade in Zeiten des Lehrkräftemangels”, erklärt Stefan Behlau, Landesvorsitzender der Lehrergewerkschaft Verband Bildung und Erziehung.

Die Zukunft des Ganztags ist heute auch ein Thema im Plenum des NRW-Landtags. Der VBE fordert in einer Presseerklärung Qualitätsstandards im Ganztag für mehr Chancengleichheit. “Beim Ausbau des Offenen Ganztags darf nicht allein auf Masse gesetzt werden. Die Qualität des Ganztags ist noch Glückssache. Klare Qualitätsstandards und sichere Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten sind nötig, um echte Bildungsgerechtigkeit in NRW zu schaffen”, erklärt Behlau. Der Verband kritisiert die bisherigen Gestaltungs-Schritte der neuen Landesregierung zum Ganztag. Stefan Behlau: “Erst die Flexibilisierung zu fokussieren und anschließend die Qualität zu thematisieren, das geht nicht. Qualität, Standards und dann Flexibilisierung wäre die richtige Reihenfolge gewesen. Zudem weise ich noch einmal darauf hin, dass es auch Grundschulen ermöglicht werden muss, einen gebundenen Ganztag einzurichten. Nur so kann in Zukunft Chancengleichheit für alle Kinder erreicht werden.”

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