G9/VBE: Abschied von Turbo-Abi begrüßt – “Übergang ermöglichen“

Düsseldorf (EB) – „Wir begrüßen die Abschaffung des Turboabiturs. Leider fehlt aber die letzte Konsequenz. In einigen Regionen kann durch die Wahlentscheidung die Durchlässigkeit beim Schulwechsel erschwert werden. Es gibt auch Herausforderungen für die aktuelle Jahrgangsstufe 5, die bisher zu wenig Beachtung finden. Im Schuljahr 2023/24 ist der Übergang noch nicht für alle Kinder gestaltet“, erklärt Stefan Behlau, Vorsitzender der Lehrergewerkschaft Verband Bildung und Erziehung (VBE) NRW, zur Vorstellung des G9-Gesetzes.
Wenn nach den Plänen der Landesregierung die Gymnasien zum Schuljahr 2019/20 zu G9 zurückkehren, wird dies auch die aktuelle Jahrgangsstufe 5 betreffen. Das wiederum bedeutet, dass es im Schuljahr 2023/24 keine Einführungsphase nach „altem“ G8-Muster mehr gibt, aber auch an den Gymnasien noch keine Stufe 11 eines G9-Gymnasiums. Stefan Behlau: „Im Schuljahr 2023/24 fehlt die 11. Klasse. Das könnte ein Problem für alle Schülerinnen und Schüler der Real-, Sekundar- und Hauptschulen werden, die genau im Schuljahr 2023/24 ihre Schule mit dem mittleren Schulabschluss inklusive der Qualifikation zum Besuch der gymnasialen Oberstufen abschließen und in die Oberstufe eines Gymnasiums wechseln möchten. Noch ist Zeit genug, um angemessene Lösungen zu finden. Noch ist vor allem Zeit genug, um die Lehrkräfte miteinzubinden. Eine Chance für die Schulpolitik in NRW, eine sichtbare Lücke im Übergang rechtzeitig zu sichern, die Beteiligten frühzeitig einzubinden, zu informieren.“

Leave a Reply