Linkspartei/NRW: Der Lehrerarbeitsmarkt in Nordrhein-Westfalen liegt am Boden

Düsseldorf (EB) – Nur schlappe 37,5 Prozent der ausgeschriebenen Lehrerstellen in NRW konnten für die laufende Einstellungsrunde besetzt werden. Besonders betroffen vom Lehrkräftemangel sind Förderschulen und Grundschulen. Dazu erklärt Christian Leye, Landesvorsitzender DIE LINKE. NRW: „Die Bildungsministerin Yvonne Gebauer sollte weniger mit PR-Agenturen die Landesprobleme beraten und besser den Gewerkschaften zuhören: Wir brauchen keine zwei Millionen Euro teure Werbekampagne, sondern gute Bezahlung und vernünftige Arbeitsbedingungen für die Lehrerinnen und Lehrer.

Weiter heißt es in einer Presseerklärung: „Wie kann man das nur so versemmeln? Die Zahlen sind ernüchternd. Nur 37,5 Prozent der ausgeschriebenen Stellen für alle Schulformen in Nordrhein-Westfalen konnten für den Einstellungstermin 1.5.2018 besetzt werden. Weit abgehängt sind die Förderschulen (Einstellungsquote 21,1 Prozent) und die Grundschulen (25,8 Prozent). Die Probleme sind in NRW hausgemacht. Seit 2009 müssen alle Lehrkräfte in Nordrhein-Westfalen ein Studium mit Bachelor- bzw. Masterabschluss absolvieren, ohne dass gleichzeitig die Bezahlung angeglichen wurde. Die Folge: Noch immer werden Lehrkräfte an Grundschulen schlechter bezahlt als Lehrkräfte anderer Schulformen. Es ist wenig verwunderlich, dass gerade für diese Schulform nur jede vierte Stelle besetzt werden kann. Anstatt, wie im Koalitionsvertrag zugesagt, den Lehrerberuf wieder attraktiver zu machen übt sich Bildungsministerin Gebauer in Nichtstun und will das Problem offensichtlich aussitzen. Die „beste Bildung“ ist allerdings mit Unterrichtsausfall und nicht vorhandenen Lehrkräften kaum zu erreichen. DIE LINKE fordert die gleiche Bezahlung für Lehrerinnen und Lehrer in Nordrhein-Westfalen unabhängig von der Schulform.“

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