VBE: Entschieden gegen Kinderarmut vorgehen

Düsseldorf (EB) – „Armut verhindert einen erfolgreichen Bildungsweg. Kitagebühren erschweren frühkindliche Bildung. Knappes Geld sorgt in Schulen teils für hungrige und damit unkonzentrierte Kinder. Das darf nicht länger zum Alltag gehören. Wir fordern echte Chancengleichheit und Bildungsgerechtigkeit“, erklärt Stefan Behlau, Landesvorsitzender des Verbandes Bildung und Erziehung (VBE) NRW, anlässlich des heute veröffentlichten Kinderreports.

Die Landesregierung ist gefordert. Stefan Behlau: „Eltern müssen von Kitagebühren befreit werden. Damit ein günstiger Wohnort keinesfalls die Bildungschancen verhindert, fordern wir einheitliche Qualitätsstandards für Kitas und auch für Ganztagsschulen. Der Wohnort darf nicht über die Bildungsqualität entscheiden.“

Multiprofessionalität an Schulen erhöht Bildungschancen. „Schulsozialarbeit ist eine unverzichtbare Instanz, nicht nur in sozialen Brennpunkten. Diese ist eine wertvolle Schnittstelle zwischen Schule und Elternhaus und entlastet sowohl Schülerschaft als auch Lehrkräfte. Schon jetzt sollten Schritte unternommen werden, damit die Weiterfinanzierung fest gesichert und nicht alle paar Jahre erneut zur Zitterpartie wird. Frau Gebauer erklärte diese Woche im WDR, dahin kommen zu wollen, dass es an allen Schulen einen Sozialarbeiter gibt. Ein wichtiges Signal, das wir ausdrücklich begrüßen“, erklärt Behlau.

Aus dem Kinderreport 2018 geht hervor, dass ein hohes gesellschaftliches Problembewusstsein für Kinderarmut in Deutschland festzustellen ist. „Aus dem Bewusstsein sollte jetzt ein Handeln entstehen“, erklärt Behlau.

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