IHK-NRW: Ausbildungsprojekte leisten wertvolle Unterstützung für den Arbeitsmarkt

Düsseldorf (EB) . Die heute veröffentlichte „Fachkräfte-Engpassanalyse NRW“ der Bundesagentur für Arbeit bestätigt einmal mehr: Das (fehlende) Personal entwickelt sich zu einem immer größeren Geschäftsrisiko für Unternehmen. Sie zeigt auch, dass der Schuh insbesondere bei Fachkräften mit Berufsabschluss drückt. IHK NRW unterstützt deshalb ausdrücklich das im NRW-Koalitionsvertrag festgehaltene Ziel der Landesregierung, die duale Ausbildung besser zu unterstützen.

Zwei durch das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales sowie den Europäischen Sozialfonds geförderte Maßnahmen haben sich dabei als besonders hilfreich herausgestellt: das Programm „Starthelfende“ und das Projekt „Ausbildungsbotschafter“.

Zum Ende des Projektzeitraums 2016/2017 zieht IHK NRW eine erfolgreiche Zwischenbilanz. Die „Starthelfenden“ kümmern sich intensiv um junge Leute, die Schwierigkeiten haben, selbstständig einen Ausbildungsplatz zu finden. Sie beraten die Jugendlichen, akquirieren Ausbildungsplätze und führen Stellen und Ausbildungssuchende zusammen. 3.281 Ausbildungsverträge kamen so in den vergangenen zwei Jahren zustande. Hinzu kommen 1.324 Praktika und 384 Einstiegsqualifizierungen, die mittelfristig zu einer Ausbildung hinführen sollen. „Wir wissen, dass viele Jugendliche Hilfe auf ihrem Weg in die Ausbildung brauchen. Genau das leisten die Starthelfenden“, so Ralf Mittelstädt, Hauptgeschäftsführer von IHK NRW.

Eine breitere Zielgruppe bedienen die „Ausbildungsbotschafter“. Auszubildende schwärmen in die Schulklassen NRWs aus und werben für ihre Berufsbilder. Sie erreichen die Schülerinnen und Schüler auch dank ihrer Nähe zur Zielgruppe „auf Augenhöhe“. 2.929 Auszubildende aus 1.241 Unternehmen haben so in den ersten zwei Jahren der Projektlaufzeit 49.580 Schülerinnen und Schüler aus 597 Schulen erreicht. „Die Ausbildungsbotschafter sind insbesondere in der gymnasialen Oberstufe wichtig. Sie zeigen den angehenden Abiturienten, dass die berufliche Ausbildung eine sinnvolle Alternative zum Studium sein kann und durchbrechen somit den Automatismus vom Abitur zur Universität“, erklärt Mittelstädt.

Auf der anderen Seite gibt es Jugendliche, für die auch eine Ausbildung eine zu große Hürde darstellt. Für sie kann der direkte Jobeinstieg der richtige Weg sein. „Jugend in Arbeit plus“, ein weiteres durch das Land und den ESF gefördertes Programm, leistet hier Abhilfe. Es beinhaltet intensive Beratung, eine passgenaue Vermittlung in sozialversicherungspflichtige Arbeit und Begleitung im Job. 2.220 arbeitslose junge Erwachsene haben in den vergangenen zwei Jahren dank „Jugend in Arbeit plus“ den Weg in Beschäftigung gefunden.

“Die Fördergelder für diese Projekte machen sich für die Landeskasse schnell bezahlt“, sagt Ralf Mittelstädt. „Jugendliche kommen in Lohn und Brot und sind nicht auf Unterstützungsleistungen angewiesen. Die Beratung an den Gymnasien durch die Ausbildungsbotschafter senkt die Zahl der Studienabbrecher und führt Schulabgänger direkt in die duale Ausbildung.“

Im Rahmen eines Pressegesprächs am 22. Januar 2018 kündigte Arbeitsminister Karl-Josef Laumann an, alle drei vom Europäischen Sozialfonds und dem Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales geförderten Projekte nach Ablauf des aktuellen Förderzeitraums (Dezember 2018) auslaufen zu lassen.

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