Schweinestall in Westfalen und Stickoxide an Rhein und Ruhr

(roa) NRW-Landwirtschaftsministerin Schulze Föcking (CDU) ist möglicherweise ein politischer Fehlgriff, der mehr über die Verlogenheit politischer Kampagnen beweist, als lange politikwissenschaftliche Analysen. Während Laschet und Lindner ihre weitgehend auf die Schwächen der rot-grünen Koalition gerichtete Kampagnen fuhren, geriet medial völlig außer acht, wofür diese Parteien selbstverständlich stehen: Massentierhaltung, Energiepolitik der Stein(kohle)zeit, schlimmer noch der Braunkohlezeit, Freie Fahrt für freie Luftverpester im Land mit der größten Autobahndichte der Bundesrepublik. Dazu der Schweineskandal: Ausgerechnet im Stall der Tierschutzministerin kamen etliche Tiere zu Schaden. Egal, was folgt: ihre Aurorität als Aufsicht über den Tierschutz ist durch die Toilette gespült. Sie ist schon jetzt am Ende. Mit Medienminister, Holthoff-Pförtner, ehemaliger “Consiliere” von Helmut Kohl und Schoßkind der Funcke-Mediengruppe, hat Armin Laschet tief in den Sumpf möglicher Kungelei mit mächtigen Verlegerinteressen getaucht. In Zeiten der Umtriebe asozialer Netzwerke wie Facebook, Google+ und Co keine gute Empfehlung für eine neue NRW-Medienpolitik. Schon in den ersten hundert Tagen dieser Regierung wird deutlich, dass es nicht ausreicht, dagegen zu sein, sondern dass ein kompliziertes Land wie NRW auch erfordert, es besser zu machen.

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