VBE warnt künftige Regierung vor Versäumnissen in der Schulpolitik

Düsseldorf (eb) – Einen Tag vor dem Beginn der Koalitionsverhandlungen von CDU und FDP sagt Udo Beckmann, Vorsitzender des Verbands Bildung und Erziehung (VBE) NRW: „Bei der Landtagswahl am 14. Mai hat sich erneut gezeigt, dass Schulpolitik entscheidend für Wahlerfolg oder – niederlage sein kann.“ Die mangelhafte Umsetzung der Inklusion, die Unzufriedenheit mit dem verkürzten Bildungsgang des Gymnasiums, die unzureichenden Arbeitsbedingungen an den Schulen und die schlechte digitale Ausstattung haben in den letzten Jahren für große Unzufriedenheit unter Eltern, Lehrkräften und Schülern gesorgt. Der VBE hatte, unter anderem durch repräsentative Befragungen von Lehrkräften, immer wieder auf diese Baustellen hingewiesen. Die rot-grüne Landesregierung hat diese Signale nicht ausreichend wahrgenommen. „Die neue Landesregierung ist gut beraten, aus diesen Fehlern zu lernen“, sagt Beckmann.
Noch steht nicht abschließend fest, wer zukünftig die Geschäfte im Bildungsbereich führen wird. Ganz gleich, wie die zukünftige Regierung sich zusammensetzen wird, der VBE wird seine Linie des kritisch-konstruktiven Dialogs fortsetzen und die Defizite im Bildungsbereich offen benennen und belegen. Der VBE fordert die zukünftige Landesregierung auf, die Baustellen zügig anzugehen und dabei einige der guten Wege, die die rot-grüne Regierung eingeschlagen hatte, pragmatisch weiterzuverfolgen. Beckmann sagt: „Bildungspolitik ist zu wichtig, um hier ideologische Kämpfe auszufechten.“ Er warnt: Ein Zurückgehen in die Zeiten eines starr gegliederten Schulsystems, werden die Menschen nicht mitmachen. Mit diesem Vorhaben ist die schwarz-gelbe Koalition unter Jürgen Rüttgers schon einmal gescheitert. Zu den guten Wegen zählt der VBE beispielsweise den Schulkonsens, die Einrichtung runder Tische sowie den Ausbau der Ganztagsschule. „Große Herausforderungen wie Inklusion, Integration, Bildung in der digitalen Welt, gerechte Bezahlung von Lehrkräften und Schulleitungen warten auf Lösungen.
Wir werden nicht lockerlassen, bis ein Masterplan dafür gefunden ist. Gerade angesichts sprudelnder Steuerquellen erwarten wir aber zügige Fortschritte“, sagt Beckmann.

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