Drogentote/NRW: „Insgesamt Rückgang in NRW“

Düsseldorf (EB) – Zur heute veröffentlichten aktuellen Statistik des Bundes zur Entwicklung der Zahl der Drogentoten in NRW erklärt ein Sprecher des NRW-Gesundheitsministeriums: „Die Zahl der Drogentoten verändert sich von Jahr zu Jahr, ist aber im Rückblick in den vergangenen Jahren in Nordrhein-Westfalen insgesamt deutlich zurückgegangen. So hatten wir 2008 noch 380 Drogentote in NRW, 2009 noch 344, 2010 waren es noch 289 – und im vergangenen Jahr nach einem enormen Rückgang 204.  Aufgrund der im Vergleich zu früheren Jahren deutlich niedrigeren Zahl wirkt der Anstieg in 2016 hoch. Sieht man ihn aber im Vergleich zu 2014, so ist die Zahl der Drogentoten in NRW mit elf Prozent deutlich geringer gestiegen als im bundesweiten Vergleich, wo es einen Anstieg von 29 Prozent gab.

Laut Experten könnten Gründe für diese 22 Drogentoten mehr in NRW im Vergleich zum Vorjahr die leichtere Verfügbarkeit von Drogen durch den Internethandel sein, der kaum zu beeinflussen ist. Zugenommen hat in NRW auch die Zahl der Todesopfer durch Mischkonsum, also dem parallelen Konsum verschiedener Drogen. Allein in diesem Bereich stieg die Zahl der Todesfälle von vier (2015) auf 15 (2016).  Insgesamt handelt es sich aber um niedrige Fallzahlen, die verlässliche Aussagen über die Ursachen für Schwankungen nur schwer möglich machen.

Um die Risiken des Drogenkonsums zu senken, unterstützt das Land mit jährlich rund 13,7 Millionen Euro Maßnahmen zur Weiterentwicklung der niedrigschwelligen Hilfen und Erleichterung des Zugangs für Betroffene. Dazu gehören u. a. die Förderung des Aufbaus tragfähiger Selbsthilfestrukturen im Bereich der Drogenabhängigen und die Vernetzung mit der professionellen Suchthilfe sowie der Ausbau von Schulungen Drogenabhängiger in Safer-Use- und Drogennotfallmaßnahmen.“

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