Deutscher Kitaleitungskongress 2017 – VBE: Rahmenbedingen verbessern

Düsseldorf (EB) – „Die Unterversorgung der Kitas ist ein seit Jahren schwelendes Problem. Der Verband Bildung und Erziehung (VBE) als gewerkschaftliche Interessenvertretung setzt sich auf der politischen Ebene dafür ein, dass die Mängel beseitigt werden. Unabhängig davon bieten Wolters Kluwer Deutschland und der VBE als Partner mit dem Deutschen Kitaleitungskongress (DKLK) Fortbildungs- und Unterstützungsmöglichkeiten für Kitaleitungskräfte an.“ Das erklätte VBE-Chef Udo Beckmann in einer Presseerklärung,

Beispielhaft nannte er Hinweise dafür, was in den Kitas in NRW schieflaufe.“Immer noch acht Prozent aller Kindertageseinrichtungen haben in NRW keine vertraglich festgelegte Zeit für Verwaltung und Leitung, meldete unlängst die Bertelsmann-Stiftung. Auch wenn NRW damit besser als der Bundesdurchschnitt ist, ist diese Situation nicht akzeptabel. Fehlende Leitungszeit führt dazu, dass die Verwaltungsarbeit zu Lasten der Kinder-Betreuungszeiten oder der Freizeit der Kita-Leitung geht“, so Udo Beckmann, Vorsitzender des VBE.

Welche Bildungsqualität in der Kita ein Kind bekommt, hänge immer noch zu stark vom Wohnort ab. Denn wie viel Zeit eine Leitung zur Verfügung gestellt bekommt, liegt im Verantwortungsbereich der Träger. Um landesweit gleiche Bedingungen für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und die Kinder zu gewährleisten, fordert der VBE daher, sich auf landesweite, verbindliche Standards für den Einsatz der Kitaleitungen zu einigen.

Das System der Kindpauschalen gehört auf den Prüfstand. Es war von Anfang an nicht an die tatsächlichen Personalkosten angeglichen’, erklärt Beckmann. Mit der gesetzlich vorgesehen jährlichen Steigerung der Pauschalen von 1,5 Prozent auf 3 Prozent könnten nun zwar einige Defizite abgebaut werden, eine Qualitätssteigerung kann so aber nicht bezahlt werden.

‘Die Altersstufen U3 und Ü3 werden ungleich behandelt. Bisher wird der U3-Bereich überdimensional gefördert und der Ü3-Bereich vernachlässigt. Dafür fehlen unseres Erachtens nachvollziehbare Gründe. Alle Altersstufen sollten bei der Finanzierung gleichbehandelt werden’, fordert Beckmann weiter.

Vor dem Hintergrund, dass Kindertageseinrichtungen in der Gesellschaft insbesondere als Orte frühkindlicher Bildung stetig größere Bedeutung gewinnen, sei diese Unterversorgung unverständlich.

Leave a Reply