Fusion von Opel und PSA: Politik und Gewerkschaften einig – „Standorte erhalten, Mitarbeitervertretung einbinden“

Malu Dreyer, Bild : Staatskanzlei rlp

Malu Dreyer, Bild : Staatskanzlei rlp

Mainz (EB) – Eine Allianz zwischen Opel und PSA muss für alle Seiten eine erfolgreiche Zukunftsperspektive haben“, erklärte Ministerpräsidentin Malu Dreyer zur möglichen Übernahme von Opel durch die französische PSA-Gruppe. „Rheinland-Pfalz ist auch Opel-Land mit 2.100 Beschäftigten in Kaiserslautern und sehr vielen im Werk Rüsselsheim. Deswegen werde ich mit meinen Länderkollegen zusammen für einen Erhalt der Standorte in Deutschland kämpfen. Das haben wir auch in Gesprächen mit dem Opel-Vorstand und den Betriebsräten deutlich gemacht.“ Das müsse das Ziel der Verhandlungen im Verkaufsprozess sein, erklärte die Ministerpräsidentin. „Meine Landesregierung wird alles dafür tun, um die Standorte zu erhalten. Wir wollen dazu beitragen, dass eine Allianz der Autohersteller allen Seiten etwas bringt.“ Dazu stehe Rheinland-Pfalz mit der Bundesregierung und Hessen in Kontakt. „Wichtig ist, dass sich die Standorte nicht untereinander ausspielen lassen“, sagte die Ministerpräsidentin.

„Die Mitarbeitervertreter müssen dabei an den Verhandlungen beteiligt werden“, erklärte Ministerpräsidentin Malu Dreyer und begrüßte positive Signale von PSA-Chef Carlos Tavares.

„Opel mag eine internationale Eigentümerstruktur haben, die Wurzeln des Unternehmens sind aber in Deutschland und auch in Rheinland-Pfalz”, erklärte Wirtschaftsminister Dr. Volker Wissing. Das Ziel des Verkaufsprozesses müsse eine erfolgreiche Allianz zwischen Opel und PSA sein, die die Standorte dauerhaft sichere. „Opel kann auch unter der Führung von Peugeot eine gute Zukunft haben”, an dieser gelte es nun gemeinsam mit allen Akteuren zu arbeiten. Die Landesregierung setze sich mit vereinten Kräften für den Standort Kaiserslautern ein. „Kaiserslautern ist ein attraktiver Standort, der im Wettbewerb mit anderen Regionen bestehen kann, sagte Wissing.

Arbeitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler und der Vorsitzende des DGB Rheinland-Pfalz/Saarland Dietmar Muscheid sind sich einig. „Sicherung der Arbeitsplätze und Mitbestimmung stehen an erster Stelle.“ Die Beteiligung der Betriebsräte und der IG-Metall bei den Verhandlungen sei ein absolutes Muss. Es sei nicht zu akzeptieren, dass dies offenbar bis jetzt nicht der Fall war. „Die Mitbestimmung und die Beteiligung der Beschäftigten und ihrer Gewerkschaft ist keine Option, sondern eine Notwendigkeit“, betonte der DGB-Vorsitzende Dietmar Muscheid. Schließlich seien es die Beschäftigten gewesen, die auf Millionen Euro verzichtet hatten, um ihren Beitrag zur Rettung aus der Krise zu leisten“, erinnerte Ministerpräsidentin Malu Dreyer. Für den Zusammenhalt des Unternehmens sei es wichtig, dieses Engagement nicht zu vergessen.

Die Bedeutung des Opel-Standortes in Kaiserslautern sei für den Arbeitsmarkt der Region herausragend und müsse bei allen Überlegungen eine zentrale Rolle spielen, erklärte Arbeitsministerin Bätzing-Lichtenthäler. „Das Kaiserslauterner Opel-Werk war und ist ein Innovationsmotor für kreative und zukunftsweisende Entwicklungen in der Fahrzeugbranche. Dies ist maßgeblich auf das Engagement, die Leistungsbereitschaft und das Know-how der über 2.000 Beschäftigen zurückzuführen“, unterstrich die Arbeitsministerin.

Gemeinsam erklärten Ministerpräsidentin Malu Dreyer, Wirtschaftsminister Dr. Volker Wissing, Arbeitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler und der DGB-Vorsitzende Dietmar Muscheid, sich in den weiteren Prozess für eine erfolgreiche Zukunft des Unternehmens und zum Wohl der Beschäftigten einzubringen.

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