Manderscheid (Eifel): Asylbewerber bedroht und Fensterscheiben der Wohnung zertrümmert – Staatsanwaltschaft übernimmt den Fall

Scherben nach dem Überfall: "Ans Fenster geklopft".      Bild: privat

Scherben nach dem Überfall: “ans Fenster geklopft”.
Bild: privat

Manderscheid (tu) – In der Nacht von Freitag auf Samstag (11.2.2017) haben bislang unbekannte Täter in Manderscheid (Eifel) Asylbewerber bedroht und mehrere Fensterscheiben ihrer Souterrain-Wohnung zerstört. Ein pakistanischer Flüchtling berichtete, zunächst hätten randalierende Männer mehrfach die Türklingel betätigt und dann, als niemand geöffnet habe, vor dem Fenster gepöbelt und mit dem Mittelfinger gedroht. Die verängstigten Flüchtlinge hätten daraufhin die Fensterjalousie herunter gelassen und die Polizei alarmiert.

Die Täter drohten jedoch weiter und traten offenbar gegen die Jalousie mit solch einer Wucht, dass die dahinter liegende Fensterscheibe zu Bruch ging. „Ich hatte Todesangst“, berichtet der Flüchtling. Die Polizei aus dem über 20 Kilometer entfernten Wittlich konnte erst 40 Minuten später am Ort sein. Die Täter waren inzwischen verschwunden. Ein leitender Beamte des Trierer Polizeipräsidiums erklärte am Samstag auf Nachfrage, ihm liege nur eine „Kurzlage“ vor. Hiernach habe es eine Auseinandersetzung von Personen vor dem Haus gegeben und es sei „ans Fenster geklopft worden“. Wenn weitere Erkenntnisse bekannt würden, insbesondere wenn eine Straftat vorliege, werde dies womöglich in einer Presseerklärung mitgeteilt. Nach Informationen der Rheinischen-Allgemeinen.de hat die Staatsanwaltschaft inzwischen den Fall an sich gezogen. Die Behörde will sich am Montag zu dem Fall äußern.

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