Kassen-Sex für Pflegebedürftige: CDU-Senioren nennen Grünen-Vorschlag „diskriminierend und zynisch“

Düsseldorf (tu) – Mit den Worten „Pflegeheime sind kein Puff“ hat die CDU-Senioren-Union den Vorschlag der Grünen zurückgewiesen, Pflegebedürftigen und Behinderten auf Kosten der Kassen Sex mit Prostituierten zu bezahlen. In einer heute in Düsseldorf veröffentlichten Erklärung sprach der Chef der nordrhein-westfälischen Senioren-Union (SU), Leonhard Kuckart, von einer „diskriminierenden und zynischen“ Forderung.

Wörtlich erklärte Kuckart, der zugleich stellvertretender Bundesvorsitzender der mit 55000 Mitgliedern zweitstärksten CDU-Vereinigung ist, zu einem entsprechenden Vorstoß der pflegepolitischen Sprecherin der Grünen-Bundestagsfraktion, Elisabeth Scharfenberg:

„Auch ältere Menschen haben unbestritten das Recht auf Sexualität und Partnerschaft. Der Vorstoß aus den Reihen der Grünen für ‚Sex auf Rezept‘ ist allerdings an Geschmacklosigkeit und Zynismus nicht zu überbieten. Wer von sogenannter ‚Sexualassistenz‘ auf Kosten der Pflegeversicherung spricht, zeigt, wie gefühllos und kalt er zu den emotionalen Bedürfnissen alleinstehender älterer Menschen  steht. Pflegeheime sind kein Puff und die Pflegeversicherung ist keine Bordellkasse.“

Stattdessen sprach sich Kuckart dafür aus, Partnerschaften älterer Menschen etwa durch Kontaktbörsen im Internet und Vermittlungen im Bekanntenkreis zu fördern. Der CDU-Politiker verwies in diesem Zusammenhang auf entsprechende Seiten und Foren im Internet.

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