Rheinland-Pfalz unterm Regenbogen: Bundesweit erste Landesbeauftragte für gleichgeschlechtliche Lebensweisen

Mainz (tu) – Der Ministerrat hat die Staatssekretärin im Familienministerium, Christiane Rohleder, zur ersten „Landesbeauftragten für gleichgeschlechtliche Lebensweisen und Geschlechtsidentität – Lesben, Schwule, Bisexuelle, Transidente und Intersexuelle“ in Rheinland-Pfalz berufen. „Ich freue mich auf die Aufgabe der Landesbeauftragten für gleichgeschlechtliche Lebensweisen und Geschlechtsidentität. Als Ansprechpartnerin für alle Gruppen im Bereich Lesben, Schwule, Bisexuelle, Transidente und Intersexuelle und Botschafterin für ihre Belange möchte ich dazu beitragen, deren Diskriminierung zu bekämpfen, ihre rechtliche Gleichstellung voranzubringen und ihre gesellschaftliche Akzeptanz zu fördern“, erklärt Christiane Rohleder. „Denn obwohl die Gesellschaft in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten insgesamt offener geworden ist, gibt es nach wie vor Vorurteile gegen und Benachteiligungen von nicht-heterosexuellen Menschen sowie von Menschen, die nicht dem männlichen oder dem weiblichen Geschlecht (allein) angehören oder sich einem anderen als ihrem biologischen Geschlecht zugehörig fühlen.“

Da Vorurteile und feindseliges Verhalten gegenüber Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Transidenten und Intersexuellen häufig aus Unwissenheit entstehen, sieht Rohleder eine zentrale Aufgabe ihrer Arbeit in der Informations-, Aufklärungs- und Öffentlichkeitsarbeit. Der Landesaktionsplan „Rheinland-Pfalz unterm Regenbogen“ biete eine gute Struktur, um die verschiedenen Lebensbereiche in den Blick zu nehmen. Staatssekretärin Christiane Rohleder: „Alle Menschen haben ein Recht darauf akzeptiert zu werden, unabhängig von Alter, ethnischer Herkunft, Religion oder Weltanschauung, einer Behinderung, dem Geschlecht oder der sexuellen Identität. Das garantieren unser Grundgesetz und unsere Landesverfassung. Damit gehört die Vielfalt zu den verbindlichen Grundwerten in unserem Land.“ Diese Grundwerte zu verteidigen sei derzeit aufgrund des erstarkenden Rechtsextremismus besonders wichtig. Die Akzeptanz von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Transidenten und Intersexuellen als gleichberechtigte Mitglieder der Gesellschaft trage zur Stärkung des demokratischen Gemeinwesens, der Wirtschaftskraft und eines friedlichen Miteinanders in einer lebenswerten und freiheitlichen Gesellschaft bei.

 

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