Minister Remmel: Lernerfahrungen für Menschen jeden Alters möglich machen

Düsseldorf (EB) – Die neue „Agentur Bildung für nachhaltige Entwicklung NRW“, BNE-Agentur NRW, hat ihre Arbeit in der Natur- und Umweltschutz-Akademie NRW (NUA) in Recklinghausen aufgenommen. Sie steht als Ansprechpartnerin für die vielen Aktiven bereit, die in allen Landesteilen und in vielen Einrichtungen und Organisationen die Landesstrategie „Bildung für nachhaltige Entwicklung – Zukunft Lernen NRW“ mit Leben füllen. Erfahrung und Handeln stehen im Mittelpunkt der Bildungsangebote, wenn Themen wie Klimawandel und globale Gerechtigkeit, Biodiversität oder Gewässerschutz bearbeitet werden. Zugleich konnten im Rahmen des neuen Förderprogramms für Umweltbildungseinrichtungen die ersten Zuwendungsbescheide verschickt werden. Als Regionalzentren im Landesnetzwerk Bildung für nachhaltige Entwicklung NRW werden zunächst Einrichtungen in Erkrath (Kreis Mettmann), Hilchenbach (Kreis Siegen-Wittgenstein), Leverkusen, Möhnesee (Kreis Soest), Nümbrecht (Oberbergischer Kreis), Rees (Kreis Kleve), Selm (Kreis Unna) und
Telgte (Kreis Warendorf) gefördert.

Umweltminister Johannes Remmel sagte: „Mit dieser Arbeitsstruktur aus zentraler Landesagentur und regionalen Schwerpunkteinrichtungen wollen wir die Grundlagen für eine erfolgreiche Umsetzung der Landesstrategie ‚Bildung für nachhaltige Entwicklung – Zukunft Lernen NRW‘ weiter verbessern. Für Groß und Klein soll eine qualifizierte Bildungsarbeit für eine nachhaltige Entwicklung an vielen Stellen in NRW angeboten werden. Dies geschieht gemeinsam mit den Pädagoginnen und Pädagogen in den Bildungseinrichtungen, den Multiplikatorinnen und Multiplikatoren in den Nichtregierungsorganisationen und der Zivilgesellschaft sowie den Bildungspartnerinnen und -partnern in den Kommunen. Uns alle verbindet das gemeinsame Ziel, Lernerfahrungen für Menschen jeden Alters möglich zu machen, unsere heutige Lebensweise zu hinterfragen und zu verändern. Wir brauchen ein Umdenken in den Köpfen der Menschen und zukunftsfähige Lebensformen. BNE ist das Rüstzeug, das wir für den notwendigen Wandel brauchen.“

Die BNE-Agentur wird als Fach- und Koordinierungsstelle des Landes in Fragen rund um Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) beraten, begleiten und befähigen, sowie die Netzwerkarbeit auf dem Gebiet der BNE unterstützen. Sie ist in die Natur- und Umweltschutz-Akademie NRW (NUA) in Recklinghausen integriert, auf deren gute Partnerschaften das neue Team der Agentur aufbauen kann. Neben dem Umweltministerium beteiligen sich personell bzw. finanziell auch das Ministerium für Schule und Weiterbildung sowie der Minister für Bundesangelegenheiten, Europa und Medien. Die BNE-Agentur NRW wird am 1. März 2017 ihre Auftaktveranstaltung durchführen und über ihre Angebote informieren.

Die Regionalzentren erhielten in diesen Tagen die ersten Zuwendungsbescheide zur Förderung ihrer Bildungs- und Vernetzungsaktivitäten auf dem Gebiet der BNE. Die Landesmittel werden aus dem neuen Programm für Umweltbildungseinrichtungen des Umweltministeriums bereit gestellt. Durch die Förderung sollen sie ein Netzwerk außerschulischer Lernorte der Umweltbildung aufbauen und in ihren Regionen Bildungs- und Vernetzungsarbeit für eine nachhaltige Entwicklung leisten. Dabei wirken sie auch in der Landeskampagne „Schule der Zukunft – Bildung für Nachhaltigkeit 2016-2020“ als regionale Partnerorganisationen mit und begleiten teilnehmende Schulen und Kitas mit fachlicher Unterstützung. Diese Regionalzentren werden durch die BNE-Agentur NRW koordiniert. Es handelt sich um:

•   die Bergische Agentur für Kulturlandschaft gGmbH (BAK) in
Nümbrecht (Oberbergischer Kreis),

•   die Klimawelten Hilchenbach – Initiative der Klimabildungsstätte Südwestfalen e.V. (Kreis Siegen-Wittgenstein),

•   das Landschaftsinformationszentrum (Liz) Wasser und Wald Möhnesee e.V. (Kreis Soest),

•   das NaturGut Ophoven in Leverkusen,

•   das Naturschutzzentrum Bruchhausen in Erkrath (Kreis Mettmann),

•   der Schulbauernhof Emshof in Telgte (Kreis Warendorf),

•   der Wahrsmannshof in Rees (Kreis Kleve) und

•   die Waldschule Cappenberg in Selm (Kreis Unna).

Die Einrichtungen erhalten im ersten Förderzeitraum bis zum 31.03.2017 eine Zuwendung von bis zu 60.000 Euro für ihre Bildungs- und Vernetzungsaktivitäten als Regionalzentrum im „Landesnetzwerk Bildung für nachhaltige Entwicklung NRW“. Für die folgende, ganzjährige Förderperiode ist eine Zuwendung von bis zu 110.000 Euro je Einrichtung möglich.

Für die Umweltbildungseinrichtungen stellt der Start des Förderprogramms einen Meilenstein dar. Erstmalig unterstützt ein Förderprogramm gezielt den Aufbau stabilerer Strukturen in der außerschulischen Umweltbildung in NRW. Die Rolle der Einrichtungen als wichtige Partnerinnen aller Bildungsbereiche für ein an den Teilnehmenden orientiertes, „lebenslanges Lernen“ – von der Kindertagesstätte, dem Familienzentrum über die Schule bis zur Hochschule und beruflichen Bildung – wird so gebührend anerkannt.

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