VBE: Belastungsgrenze beim inklusiven Lernen ist erreicht

Düsseldorf (EB) – „Die Zeiger der Uhr, die die Lehrerbelastung anzeigt, haben die fünf vor 12 Uhr schon längst passiert. Das Beispiel Münster zeigt, dass das System Schule längst an seine Grenzen stößt, weil die Landesregierung ständig neue Herausforderungen an die Schulen heranträgt, Ihnen aber die notwendigen Rahmenbedingungen verweigert“, sagt Udo Beckmann, Vorsitzender des Verbands Bildung und Erziehung (VBE) NRW über den Konflikt, der aktuell in Münster schwelt.
In der westfälischen Stadt haben aktuell drei Schulkonferenzen von weiterführenden Schulen beschlossen, dass Sie das inklusive Lernen nicht verantwortlich durchführen können, weil Ihnen Stunden von Sonderpädagogen fehlen. Weil aber die Nachfrage nach Plätzen von Kindern mit Förderbedarf in Regelschulen steigt, und die Eltern ein Recht darauf haben, will die Verwaltung die Schulen jetzt zur Inklusion verpflichten.

Als besonders bezeichnend sieht der VBE die Tatsache an, dass sich mit der Schulkonferenz neben den Lehrern auch die Schüler- und Elternvertreter gegen das gemeinsame Lernen wegen unzureichender Rahmenbedingungen ausgesprochen haben.

Beckmann betont: „Auch, wenn die Landesregierung zusätzliche Stellen im System gegeben hat, was wir begrüßen, reichen diese, angesichts der großen Herausforderung, bei weitem nicht aus. Es wird auf Dauer nicht gut gehen, wenn die Landesregierung das hohe Engagement der Lehrkräfte in den Fragen Inklusion und Integration dadurch belohnt, dass sie glaubt, beliebig draufsatteln zu können.“

Der VBE erwartet von der Landesregierung, dass sie die, spätestens durch die Ergebnisse der vom VBE in Auftrag repräsentativen Umfragen aufgezeigten Defizite, endlich ernst nimmt und für die Schulen spürbar deutlich gegensteuert.

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