Minister Remmel: Produkte von lokalen Erzeugern sind ein Beitrag zum nachhaltigen Konsum

Minister Remmel, Bild: Energieagentur.nrw

Minister Remmel, Bild: Energieagentur.nrw

Düsseldorf (EB) – Regionale Produkte werden auch in Nordrhein-Westfalen immer beliebter. 80 Prozent der Verbraucherinnen und Verbraucher geben an, mehrmals im Monat Lebensmittel mit regionaler Herkunft zu kaufen. Frische Erdbeeren oder Kartoffeln von nebenan sind gefragt und vermitteln Identität und Heimat. „Nordrhein-Westfalen isst regional. Verbraucherinnen und Verbraucher interessieren sich zunehmend dafür, was sie kaufen, woher die Produkte kommen und unter welchen Bedingungen sie hergestellt werden. Vor allem regional erzeugte Lebensmittel gewinnen daher immer mehr an Bedeutung“, sagte Landwirtschaftsminister Johannes Remmel laut Pressemitteilung bei seinem Besuch auf dem Heinenhof in Pulheim-Orr.

Im Rahmen der diesjährigen Sommertour „NRW is(s)t…“ informierte sich Minister Remmel über den landwirtschaftlichen Betrieb von Gisela und Josef Schröder. Die Agraringenieurin und der Agraringenieur haben sich bewusst für die Direktvermarktung entschieden, kein Ei und keine Kartoffel wird über den Handel vertrieben. „Seit über 50 Jahren beschäftigen wir uns auf dem Heinenhof neben dem klassischen Ackerbau mit der Produktion und Vermarktung hochwertiger Erzeugnisse für den Endverbraucher. Die Bedürfnisse haben sich mit der Zeit gewandelt: Heute legt der Verbraucher besonderen Wert auf Regionalität, Qualität, Nachhaltigkeit und auf das Einkaufserlebnis. Wir verstehen es als unsere Aufgabe, diese Ansprüche zu erfüllen”, sagte Josef Schröder, der mit seiner Frau Gisela gemeinsam den Heinenhof in Pulheim-Orr bewirtschaftet.

„Produkte der Saison von lokalen Erzeugern auf kurzem Weg zum Verbraucher – das ist nicht nur eine Garantie für höchste Frische, sondern auch ein Beitrag zum nachhaltigen Konsum“, sagte Minister Remmel. Neben dem Anbau von Gemüse und der Haltung von Hühnern bewirtschaftet Familie Schröder viel Grünland im Landschafts- und Naturschutzgebiet mit der robusten Rinderrasse Limousin. Seit 2015 arbeitet der Heinenhof mit Hobbygärtnern zusammen und vermietet Teile des Felds.

Rund 5.000 landwirtschaftliche Betriebe in Nordrhein-Westfalen bewirtschaften ihren Betrieb mit einer so genannten Einkommenskombination: Die Landwirtinnen und Landwirte vertreiben ihre Produkte per Direktvermarktung über Hofläden, Wochenmärkte oder Verkaufstouren. Darüber hinaus bieten viele Betriebe mit Einkommenskombination Dienstleistungen wie Urlaub auf dem Bauernhof, Hofcafés, Partyservice oder kinderpädagogische Angebote an.

Mitte April hatte Verbraucherschutz- und Landwirtschaftsminister Johannes Remmel die diesjährige Sommertour des Ministeriums in Bornheim mit dem Auftakt der Spargelsaison gestartet. Mit der landesweiten Tour bis in den Herbst hinein will das Ministerium über nachhaltige Nahrungsmittelproduktion, die kulinarische Vielfalt der Regionen, die Wertschätzung von Lebensmitteln und über erfolgreiche Projekte vor Ort aus diesen Bereichen informieren.

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