Linkspartei: Drogentote lassen sich vermeiden, NRW-Landesregierung bleibt untätig

Düsseldorf (EB) – Zum heutigen Gedenktag für Drogentote hat Die Linke in Nordrhein-Westfalen Maßnahmen gefordert, um die steigende Zahl der Drogentoten zu verringern und sich der Kritik der Deutschen AIDS-Hilfe angeschlossen. Mit einfachen Mitteln könnten Leben gerettet werden, die Landesregierung aber bleibe untätig.

“Jeder Drogentote ist einer zu viel. Das Notfallmedikament Naloxon kann bei einer Heroin-Überdosis lebensrettend sein, ist für viele Drogenkonsumenten im entscheidenden Moment aber nicht verfügbar”, erklärt Jasper Prigge, innenpolitischer Sprecher der NRW-Linken. “NRW-Gesundheitsministerin Steffens ist in der Verantwortung, die seit Jahren geforderten Naloxon-Notfallsets niedrigschwellig zur Verfügung zu stellen. Andernfalls ist sie für Todesfälle mit verantwortlich, die sich hätten vermeiden lassen.”

Nach Ansicht der Linken braucht es einen grundlegenden Richtungswechsel in der Drogenpolitik. Prigge weiter: “Die Strafbarkeit von Drogenbesitz hilft Drogenabhängigen nicht, sondern treibt sie in die Illegalität. Dabei brauchen sie Unterstützung beim Umgang mit ihrer Sucht.” Bewährte Projekte wie Spritzenautomaten und Druckräume müssten fortgeführt und bedarfsgerecht weiterentwickelt werden.

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