Amtsgericht Köln verurteilt Täter wegen sexueller Nötigung in der Silvesternacht

Köln (EB) – Das Amtsgericht Köln hat heute zwei Angeklagte wegen sexueller Nötigung bzw. wegen Beihilfe zur sexuellen Nötigung in Tateinheit mit versuchter Nötigung verurteilt. Es hat dabei – dem Antrag der Staatsanwaltschaft folgend – auf eine Jugend- bzw. eine Freiheitsstrafe von jeweils 1 Jahr erkannt. Beide Strafen wurden zur Bewährung ausgesetzt.

Das Jugendschöffengericht sah es als erwiesen an, dass die beiden Angeklagten, ein zur Tatzeit 20-jähriger Iraker und ein zur Tatzeit 26 jähriger Algerier, zwei weibliche Opfer in der Silvesternacht zusammen mit 10-15 weiteren Männern voneinander getrennt und umzingelt haben. Der jüngere der beiden Angeklagten küsste eines der Opfer gegen ihren Willen auf den Mund und leckte ihr durch das Gesicht. Dies hat das erkennende Gericht als sexuelle Nötigung bewertet. Der zweite Angeklagte versuchte, einen Begleiter der Opfer am Eingreifen zu hindern und forderte diesen auf, ihm die „Mädchen für 5.000 € zu überlassen“. Hierdurch sah das Gericht eine eihilfe zur sexuellen Nötigung sowie eine versuchte Nötigung verwirklicht.

Da einer der Angeklagten zur Tatzeit Heranwachsender war, wendete das Gericht bei diesem Jugendstrafrecht an. Als Bewährungsauflagen hat das Gericht beide Angeklagte unter die Führung eines Bewährungshelfers gestellt. Zudem hat es dem Heranwachsenden aufgegeben, an einemIntegrationskurs teilzunehmen und 80 Sozialstunden abzuleisten. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Das Aktenzeichen des Verfahrens lautet 647 Ls 182/16.

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