Kölner Silvesternacht: Kölner Amtsgericht verhandelt über fünf Angeklagte

Köln (EB) – Am Amtsgericht Köln wurde in fünf Verfahren, die Straftaten aus der Silvesternacht zum Gegenstand haben, Hauptverhandlungstermin anberaumt. Im Einzelnen handelt es sich um folgenden Verfahren, die in einer Pressemitteilung des Amtsgericht jetzt angekündigt wurden.

1. Aktenzeichen: 533 Ds 60/16, Termin am 12.04.2016, 12:50 Saal 22

Dem Angeklagten, einem 29 jährigen Algerier, wird ein gewerbsmäßiger Diebstahl mit Waffen, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte und ein Verstoß gegen das Waffengesetz vorgeworfen. Er soll am 31.12.2015 gegen 22:30 Uhr einer Geschädigten vor dem Ausgang des Hauptbahnhofs ein Mobiltelefon aus der Jackentasche entwendet haben. Hierbei soll er ein Pfefferspray bei sich geführt haben. Die Geschädigte soll zuvor im Gedränge im Brustbereich und Schritt angefasst worden sein. Diese Übergriffe werden dem Angeklagten jedoch nicht vorgeworfen. Bei einer späteren Festnahme soll sich der Angeklagte mit dem Pfefferspray in der Hand gegen seine Festnahme gewehrt haben.

2. Aktenzeichen 612 Ls 17/16, Termin am 14.04.2016, 11 Uhr, Saal 13

Dem 21 jährigen Angeklagten, einem Algerier, wird vorgeworfen, am 01.01.2016 gegen 0:25 Uhr auf dem Bahnhofsvorplatz einem Geschädigten dessen Portemonnaie mit Inhalt entwendet zu haben. Als der Geschädigte den Diebstahl bemerkte, soll er den Angeklagten festgehalten haben, woraufhin dieser dem Geschädigten einen Stoß versetzt haben soll und versucht haben soll, zu fliehen. Weitere Passanten sollen daraufhin in das Geschehen eingegriffen haben. Der Angeklagte soll sodann diese Zeugen mit Schlägen attackiert haben und versucht haben, einen der Zeugen in die Hand zu beißen.

3. Aktenzeichen: 642 Ds 60/16, Termin am 18.04.2016, 10 Uhr, Saal 18

Dem 19 jährigen Angeklagten, einem marokkanischen Staatsangehörigen, wird Diebstahl, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte in zwei Fällen und unerlaubter Besitz von Betäubungsmitteln vorgeworfen. Er soll am 01.01.2016 gegen 0:30 Uhr auf der Domplatte aus dem Rucksack einer Geschädigten eine Trinkflasche sowie eine Plastiktüte unbekannten Inhalts entwendet haben. Hierbei soll er von zwei Polizeibeamten beobachtet worden sein. Als diese den Angeklagten haben kontrollieren wollen, soll er geflohen sein. Darüber hinaus soll er nach den Polizeibeamten geschlagen haben, nachdem diese ihn eingeholt hatten. Nach der Festnahme soll der Angeklagte darüber hinaus einen Ohnmachtsanfall vorgetäuscht haben. Bei einer späteren Durchsuchung soll eine Menge von 0,92 g Haschisch bei dem Angeklagten aufgefunden worden sein.

4. Aktenzeichen: 535 Ds 50/16, Termin am 22.04.2016, 12 Uhr, Saal 22

Einem 21 jährigen Algerier wird ein gemeinschaftlicher versuchter Diebstahl vorgeworfen. Er soll in der Silvesternacht gegen 01:20 Uhr in der Einkaufspassage des Kölner Hauptbahnhofes gemeinsam mit zwei weiteren bislang unbekannt gebliebenen Mitgliedern zunächst einen Geschädigten bedrängt haben. Bei dieser Gelegenheit soll der Angeklagte versucht haben, dem Geschädigten eine Umhängetasche zu entwenden. Der Geschädigte soll dies jedoch bemerkt haben und den Angeklagten daraufhin festgehalten haben. Im Folgenden soll sich eine Rangelei zwischen dem Angeklagten und dem Geschädigten entwickelt haben. Als der Geschädigte zu Boden fiel, soll einer der unbekannten Mittäter dem Geschädigten die Umhängetasche von hinten entrissen haben.

5. Aktenzeichen 613 Ls 28/16, Termin am 06.05.2016, 12 Uhr, Saal 13

Das Verfahren richtet sich gegen zwei Angeklagte, einem 26 jährigen Algerier sowie einen 23 jährigen Algerier. Dem 26 jährigen Angeklagten werden ein gemeinschaftlicher versuchter Diebstahl in einem besonders schweren Fall, Raub und tateinheitlich hierzu eine versuchte sexuelle Nötigung vorgeworfen. Dem 23 jährigen Angeklagten werden ein gemeinschaftlicher versuchter Diebstahl in besonders schweren Fall sowie ein Raub vorgeworfen.

In der Silvesternacht soll sich die in hiesigem Verfahren mutmaßliche Geschädigte gegen 1:30 und 1:45 Uhr in der Vorhalle des Kölner Hauptbahnhofs aufgehalten haben. Dort soll sie von einer Gruppe von ca. 10 Personen, unter denen sich auch der 26 jährige Angeklagte befand, zunächst umstellt worden sein. Aus dieser Gruppe heraus soll sie zwei bis drei Minuten lang von mehreren Personen in sexueller Motivation am Gesäß, der Hüfte und der Taille angefasst worden sein. Der 26 jährige Angeklagte soll ihr zudem bei dieser Gelegenheit das Mobiltelefon entwendet haben. Eine weitere Geschädigte soll gegen 1 Uhr bei Betreten des Hauptbahnhofes ebenfalls von einer Gruppe umstellt worden sein. Hierbei soll sie von ihrem Ehemann getrennt worden sein. Der 23 jährige Angeklagte soll ihr bei dieser Gelegenheit ihr Mobiltelefon entwendet haben. Darüber hinaus sollen beide Angeklagten gemeinsam am 13.12.2015 in Brühl versucht haben, ein Auto aufzubrechen und die darin befindlichen Wertsachen an sich zu nehmen.

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