Landeselternschaft NRW: Unterrichtsausfall in der Sekundarstufe I an den Gymnasien beträgt 6,4 Prozent

Düsseldorf (EB) – Die Landeselternschaft der Gymnasien in NRW e. V. hat die Ergebnisse einer Erhebung zum tatsächlichen Unterrichtsausfall an 53 Mitgliedsschulen aus allen Regierungsbezirken vorgelegt. Diese ergab einen durchschnittlichen Ausfall in Höhe von 6,4 Protent in den Klassen 5 – 9.Die entsprechenden Werte in der Sekundarstufe II wurden nicht ermittelt, da die Daten u. a. durch den Einsatz von EVA-Aufgaben (eigenverantwortliches Arbeiten) bei den Oberstufenschülern und Schülerinnen nicht zuverlässig genug erhoben werden konnten.

In der Befragung vom 19. Oktober bis 06. November 2015 sind nur Stunden erfasst, die komplett ausfielen oder in denen die Schülerinnen und Schüler sich nach Belieben beschäftigen durften und lediglich durch eine Lehrkraft beaufsichtigt waren – jeweils ausgehend vom Stundenplan der Schülerschaft.

Unterrichtsstunden – durch fachfremde Lehrer vertreten (qualitativer Unterrichtsausfall / z. B. Religion statt Mathematik) sind in der Erfassung nicht enthalten. Auffallend waren einzelne Wochenzeiträume, die Spitzenwerte von bis zu 33,3 Prozent in einzelnen Klassen erreichten, ohne dass Lehrerinnen und Lehrer durch Klassenfahrten oder Fortbildungen anderweitig eingebunden waren.

„Das spricht eindeutig dafür, dass die Vertretungsreserven für kurzfristige Erkrankungen von Lehrkräften dermaßen „dünn“ sind, dass diese Ausfälle an den Schulen oftmals nicht mehr kompensiert werden können“, sagte Ulrich Czygan, Vorsitzender der Landeselternschaft der Gymnasien. „Es ist unabdingbar, dass weitere Lehrerplanstellen geschaffen werden, um den Unterricht unserer Kinder sicherzustellen.“

Im Frühjahr wird die LE erneut eine Erhebung zum Unterrichtsausfall durchführen.

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