VBE: Umsetzung der Inklusion bleibt Großbaustelle

VBE-Chef Beckmann  Bild: Grüne NRW

VBE-Chef Beckmann
Bild: Grüne NRW

Düsseldorf (tu) – Die heute vorgelegten Ergebnisse der Umfrage der GEW bestätigen, dass sich seit Mai 2015, als der VBE, die vom Meinungsforschungsinstitut Forsa durchgeführte repräsentative Lehrerbefragung vorlegte, die Situation an NRWs Schulen in Sachen Inklusion um keinen Deut verbessert hat. Der Vorsitzende des Verbands Bildung und Erziehung Udo Beckmann sagt: Die in der Forsa-Umfrage aufgedeckten Mängel, zu große Lerngruppen, zu geringe sonderpädagogische Unterstützung und keine Vorbereitung auf die neuen Herausforderungen bestehen unverändert.
Vor diesem Hintergrund erneuert der VBE seine Forderung an die Landesregierung, endlich dafür Sorge zu tragen, dass das gemeinsame Lernen von Kindern mit und ohne Handicap die Rahmenbedingungen bekommt, die für eine qualitativ hochwertige inklusive Beschulung erforderlich sind.

Der VBE fordert im Einzelnen:

• Schulen müssen personell und räumlich in die Lage versetzt werden, inklusiv unterrichten zu können.
• Lehrerinnen und Lehrer müssen vorbereitend qualifiziert werden.
• In inklusiv unterrichteten Klassen muss es eine Doppelbesetzung aus Sonderpädagogen und Regelschullehrer geben.
• Die Klassengröße muss deutlich verringert werden, jedes Kind mit sonderpädagogischem Förderbedarf muss doppelt gezählt werden.
• Multiprofessionelle Teams müssen als Unterstützungssystem bereit stehen.

Beckmann sagt: Mit einer Stellenbudgetierung, die sich nicht an den tatsächlichen Erfordernissen an den Schulen orientiert, sondern lediglich nach Haushaltslage entschieden wird, wird das Projekt Inklusion in NRW scheitern.

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