Technologietransfer: Minister Schulze und Duin eröffnen Neubau der Uni Köln

Düsseldorf (EB) – Wissenschaftsministerin Svenja Schulze und Wirtschaftsminister Garrelt Duin haben gemeinsam mit Ministerialdirigent Michael Theben aus dem Umweltministerium den Neubau des COPT-Zentrums an der Uni Köln eröffnet. Der Neubau des Centers for Organic Production Technology (COPT) ermöglicht Forschung und Anwendung unter einem Dach. Das mit 9,3 Millionen Euro von Land und EU geförderte Gebäude steht künftig für Forschungseinrichtungen und Unternehmen zur Verfügung, die neue Anwendungen sowie Produktionsverfahren, Werkstoffe und Maschinen im Bereich Organische Elektronik entwickeln.

Das Zentrum ist Teil der Landesinitiative für Zukunfts-Technologie. „Im COPT-Zentrum wird Forschung direkt in die Praxis umgesetzt und angewendet. Diese effektive Zusammenarbeit von Wissenschaft und Wirtschaft wird künftig nicht nur Produkte hervorbringen, die für uns alle von großem Nutzen sind. Sie wird auch in der Region hochwertige Arbeitsplätze schaffen und sichern“, sagte Wissenschaftsministerin Svenja Schulze.

Insgesamt stellen die Ministerien für Wissenschaft, Umwelt und Wirtschaft aus Landes- und EU-Mitteln etwa 50 Millionen Euro für Projekte der Organischen Elektronik zur Verfügung. „Spitzenforschung bietet gerade kleinen und mittelständischen Unternehmen die Chance, mit neuen Produkten und Prozessen erfolgreich am Markt zu bestehen. Das COPT-Zentrum schafft für sie die Rahmenbedingungen, um an Spitzenforschung teilzuhaben. Damit stärken die Unternehmen den Wirtschaftsstandort NRW“, erklärte Wirtschaftsminister Garrelt Duin.

Einen zusätzlichen Förderbescheid über 1,1 Millionen Euro aus EFRE-Mitteln konnte Ministerin Schulze für das Projekt COnzePT übergeben. Dies soll eine Strategie für neue Anwendungsmöglichkeiten der Schlüsseltechnologien entwickeln. In enger Zusammenarbeit mit COPT können so kleine und mittelständische Unternehmen eingebunden werden, die gerade in NRW zentrale Akteure der Anwendung neuer Technologien sind.

Neue Werkstoffe spielen eine zentrale Rolle, da sie Treiber von rund 70 Prozent aller technologischen Innovationen sind. In diesem Bereich eröffnet Organische Elektronik ein breites Feld neuer technologischer Anwendungen, von organischen LED (OLED) über Technologiebranchen wie Automobil bis hin zu Medizintechnik und Gesundheitswirtschaft.

Leuchtdioden (OLEDs) werden bereits heute in Leuchten und Displays von Smartphones eingesetzt. Die Forschung und Entwicklung ermöglicht künftig aber auch neuartige elektronische Produkte wie flexible Displays, Solarzellen auf Folie oder medizinische Diagnosegeräte in Kleidung. COPT bietet in NRW hervorragende Möglichkeiten, diese Potentiale zu nutzen.

Mit dem COPT-Anwendungszentrum wird an der Universität Köln die Ansiedlung von kleinen und mittelständischen Unternehmen sowie Start-Ups und Neugründungen unterstützt. Sie können im Bereich „organische, flexible und gedruckte Elektronik“ ihre neuen Produktideen bis zur Marktreife entwickeln.

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