SPD-Landtagsfraktion: “Gesundheitskarte für Flüchtlinge trägt zur Selbstbestimmung bei”

Düsseldorf (EB) – Für Flüchtlinge soll nun auch in Nordrhein-Westfalen eine Gesundheitskarte eingeführt werden. Heute wird die Rahmenvereinbarung dazu mit den Krankenkassen und dem nordrhein-westfälischen Gesundheitsministerium unterzeichnet. “Das ist ein wichtiger Erfolg der NRW-Landesregierung. Mit dieser Neuerung können Flüchtlinge endlich ohne Umwege über die Behörden direkt zum Arzt gehen”, erklärt Michael Scheffler, sozialpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion im nordrhein-westfälischen Landtag.

“Nordrhein-Westfalen nimmt damit eine Vorreiterrolle unter den Ländern ein, denn die Gesundheitskarte gibt es sonst nur in Hamburg und Bremen. Die bisherigen Regelungen für Arztbesuche von Flüchtlingen führten mitunter zu Verzögerungen bei der Behandlung von Krankheiten. Für die Gemeinden war der bürokratische Aufwand immens. Das zuständige Amt musste bislang in der Regel für jeden Arztbesuch einen Schein ausstellen. Mit der Gesundheitskarte erleichtern wir den Menschen also nicht nur den Zugang zu professioneller medizinischer Versorgung. Auch der anfallende Verwaltungsaufwand wird wesentlich verringert. Die Gemeinden können nun der Rahmenvereinbarung beitreten.”

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