NRW: Sozialhilfeausgaben 2014 um 6,8 Prozent höher als ein Jahr zuvor

Düsseldorf (EB) -  Die Ausgaben für Leistungen der Sozialhilfe gemäß dem Zwölften Buch Sozialgesetzbuch (SGB XII) waren im Jahr 2014 um 6,8 Prozent höher als ein Jahr zuvor. Wie Statistische Landesamt NRW mitteilt, gaben die Träger als brutto rund 7,4 Milliarden Euro für Sozialhilfe aus. Abzüglich der Einnahmen in Höhe von 511 Millionen Euro beliefen sich die Nettoausgaben in Nordrhein-Westfalen auf rund 6,9 Milliarden Euro (+6,9 Prozent). Je Einwohner wurden in NRW im Jahr 2014 umgerechnet 393 Euro für Sozialhilfeleistungen aufgewendet, 2013 hatten die Pro-Kopf-Ausgaben bei 369 Euro gelegen.

Im vergangenen Jahr hatten Leistungen nach dem fünften bis neunten Kapitel des SGB XII mit 73,8 Prozent den größten Anteil an den Nettoausgaben. Hierbei handelt es sich um Eingliederungshilfe für behinderte Menschen (55,9 Prozent), Hilfe zur Pflege (12,9 Prozent), Hilfen zu Gesundheit (3,1 Prozent) sowie um Hilfen zur Überwindung besonderer sozialer Schwierigkeiten und Hilfe in anderen Lebenslagen (1,8 Prozent). Die reinen Ausgaben für die Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung (viertes Kapitel SGB XII) machten 20,5 Prozent der Gesamtausgaben aus. 5,7 Prozent der Ausgaben entfielen auf den Bereich der Hilfe zum Lebensunterhalt (drittes Kapitel SGB XII).

Zwei Drittel (65,8 Prozent oder 4,8 Milliarden Euro) der Bruttoausgaben wurden für Hilfen in Einrichtungen aufgewandt. Wie die Statistiker mitteilen, wurde für die Berechnung die Summe der Bruttoausgaben (rund 7,3 Milliarden Euro) ohne Erstattungen an Krankenkassen für die Übernahme von Krankenbehandlungen zugrunde gelegt, da diese nicht nach Art der Einrichtung ausgewiesen werden können. Die restlichen 2,5 Milliarden Euro wurden für Hilfeleistungen außerhalb von Einrichtungen gewährt.

Die Landschaftsverbände Rheinland und Westfalen-Lippe finanzierten als überörtliche Träger knapp zwei Drittel (64,7 Prozent) der Bruttoausgaben der Sozialhilfe (rund 4,7 Milliarden Euro); das restliche Drittel (rund 2,7 Millarden Euro) wurde von den zuständigen örtlichen Trägern (kreisfreie Städte und Kreise) aufgebracht.

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