DGB NRW begrüßt Initiative zur Integration von Flüchtlingen in Bildung und Arbeit

Meyer-Lauber, Bild: DGB-NRW

Meyer-Lauber, Bild: DGB-NRW

Düsseldorf (tu) – Andreas Meyer-Lauber, Vorsitzender des DGB NRW, begrüßt das heute von der NRW-Landesregierung angekündigte „Willkommenspaket“ für Flüchtlinge. Es sei ein Schritt in die richtige Richtung, betonte der DGB-Chef. Voraussetzungen für die Integration in den Arbeitsmarkt seien nicht nur ausreichende Sprachkenntnisse, sondern auch die Herstellung eines sicheren Aufenthalts.

„Die Integration der hier ankommenden Menschen in Bildung und Arbeit ist eines der wichtigsten Ziele“, betonte Meyer-Lauber in einer Pressemitteilung. „Nach der Organisation einer menschenwürdigen Unterbringung und Versorgung ist es wichtig, den Neuankömmlingen schnell und unbürokratisch den Weg zunächst zu Sprachkursen, dann in Ausbildung und Arbeit zu erleichtern. Das vorgestellte Willkommenspaket stellt hier einen Schritt in die richtige Richtung dar.“ Flüchtlinge haben ein Recht auf gleiche gesellschaftliche und ökonomische Teilhabechancen, unabhängig von Status und Herkunft. Dazu gehört vor allem die Eingliederung in den Arbeitsmarkt. Sie soll von Anfang an unterstützt werden.

Die lange Dauer der Asylverfahren in Deutschland verhindert, dass Flüchtlinge rasch eine Arbeit aufnehmen können. Deshalb müssten auch Flüchtlinge ohne offiziellen Aufenthaltsstatus in den Arbeitsmarkt integriert werden. Wir brauchen möglichst schon in den Erstaufnahmeeinrichtungen sprachliche Angebote und solche, um Kompetenzen und Qualifikationen sowie Förderbedarfe, zum Beispiel im Bereich der beruflichen Bildung, zu ermitteln. Gerade junge geduldete Flüchtlinge brauchen für die Zeit der beruflichen Ausbildung und die anschließende Arbeitssuche einen eigenständigen, von den Eltern unabhängigen sicheren Aufenthalt.

Reformbedarf bestehe beim Aufenthaltsrecht. „Betriebe und Unternehmen schrecken vielfach davor zurück, Menschen ohne gesicherten Aufenthalt einzustellen“, kritisiert Meyer-Lauber. Es sei deshalb kein Wunder, dass viele zunächst von staatlicher Unterstützung leben müssten.

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