VdK sieht für Behinderte schlechte Chancen auf dem Arbeitsmarkt

Düsseldorf (EB) – Für Menschen mit Behinderung stehen die Chacen auf dem Arbeitsmarkt in NRW nach wie vor schlecht. Dies hat der VdK heute in Düsseldorf mit Zahlen belegt.

„Für Menschen mit Behinderung bleibt die Tür in den Arbeitsmarkt oft verschlossen“, heißt es in einer Presseerklärung des Verbandes. „Allein in den letzten fünf Jahren stieg die Arbeitslosigkeit von schwerbehinderten Menschen um 10 Prozent an – hingegen sank gleichzeitig die Arbeitslosigkeit insgesamt um mehr als 4 Prozent. Dabei hat knapp die Hälfte der arbeitslosen schwerbehinderten Menschen in NRW eine abgeschlossene schulische oder betriebliche Ausbildung. Bei den nicht-behinderten Arbeitslosen sind das 37 Prozent“, sagt der Vorsitzende des VdK NRW, Karl-Heinz Fries.

„Zwar hat NRW mit 5,1 Prozent eine relativ hohe Beschäftigungsquote schwerbehinderter Menschen. Aber: Der Anteil der Arbeitgeber in NRW, die trotz vorgeschriebener Beschäftigungspflicht keinen einzigen schwerbehinderten Menschen beschäftigen, liegt bei 23,7 Prozent (7.197 Arbeitgeber), und ist damit zu hoch. Auch die Langzeitarbeitslosigkeit steigt in NRW stärker als in anderen Bundesländern.

Für echte Chancengleichheit auf dem Arbeitsmarkt muss z.B. die finanzielle Förderung von Integrationsunternehmen, die zu einem hohen Anteil Menschen mit Behinderung beschäftigen, in ganz NRW sichergestellt sein. Weiterhin sollten Unternehmen verpflichtet werden, 6 anstatt 5 Prozent schwerbehinderte Menschen zu beschäftigen. Das würde die Ausgleichsabgabe, die Unternehmen für die Nichtbeschäftigung von Menschen mit Behinderungen zahlen müssen, deutlich erhöhen. Landesweite Förderprogramme sollten aus- und nicht abgebaut werden. Zudem hält der VdK zur Bekämpfung der Langzeitarbeitslosigkeit die Schaffung eines dauerhaft öffentlich geförderten Arbeitsmarktes mit tariflich entlohnten, sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätzen für notwendig.“

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