Rheinland-Pfalz: Studie untersucht digitale Infrastruktur der Zukunft

Mainz (EB) – Die Landesregierung hat den Auftrag für eine Machbarkeitsstudie zum flächendeckenden Ausbau mit Bandbreiten von 300 Mbit/s vergeben. „Wir sind froh, dass wir damit eine wichtige Etappe für den flächendeckenden Ausbau des schnellen Internets in Rheinland-Pfalz nehmen können“, sagten Ministerpräsidentin Malu Dreyer und Infrastrukturminister Roger Lewentz. Den Zuschlag hat nach einer entsprechenden Ausschreibung der TÜV Rheinland bekommen, die Ergebnisse der Studie werden gegen Ende des Jahres erwartet.

„Wir prüfen, wie eine digitale Infrastruktur der Zukunft für Rheinland-Pfalz aussehen muss und sinnvoll umgesetzt werden kann. Dabei geht es um die Anforderungen der Wirtschaft und der Menschen über unser Jahrzehnt hinaus“, erläuterten Dreyer und Lewentz. Daher müsse als langfristiges Ziel der Ausbau des schnellen Internets mit bis zu 30 Mbit/s ins Auge gefasst werden. „Mit der jetzt beauftragten Studie gehen wir einen ersten zentralen Schritt und schauen, welche Kriterien erfüllt werden müssen und wie sich der Bedarf darstellt“, so die beiden weiter.

Mit der Machbarkeitsstudie wird ein wichtiger Teil der im vergangenen Dezember verabschiedeten NGA-Strategie „Breitbandnetze der nächsten Generation: Auf- und Ausbau von Höchstgeschwindigkeitsnetzen in Rheinland-Pfalz“ umgesetzt. Darin festgeschrieben ist unter anderem das Ziel einer flächendeckenden Breitbandversorgung von 50 Mbit/s bis zum Jahr 2018. Dafür könnten etwa 55 Millionen Euro zuzüglich der Erlöse aus der sogenannten Digitalen Dividende II investiert werden. Diese betragen voraussichtlich mehr als 25 Millionen Euro.

„Ich freue mich, dass wir schon jetzt gute Ergebnisse erzielen konnten“, betonte Ministerpräsidentin Malu Dreyer. Laut TÜV liegt Rheinland-Pfalz bei den Bandbreiten von mindestens 50 Mbit/s knapp hinter anderen Flächenländern wie Bayern und Hessen. Die Haushaltsabdeckung bei 50 Mbit/s liegt bei 62,5 Prozent (Mitte 2014: 58,3 Prozent). 74,4 Prozent der Haushalte (Mitte 2014: 70,2 Prozent) können grundsätzlich auf Bandbreiten von mindestens 30 Mbit/s zurückgreifen. „Mit der Machbarkeitsstudie gehen wir einen Schritt weiter und stellen sicher, dass wir als Land mit den technischen Entwicklungen mithalten und den schrittweisen Ausbau eines besonders leistungsfähigen Netzes planen können“, sagten die Ministerpräsidentin und der Infrastrukturminister.

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