Nach bundesweiter Kritik: Nun doch Ausstellung „Breaking the silence“ in Köln

Köln (EB) – Die Kölner Grünen begrüßen das Einlenken des Oberbürgermeisters bei der Ausstellung „Breaking the silence“, die zunächst abgesagt worden war. In einer Pressemitteilung kommentierten die Grünen: „Die plötzliche Absage der Ausstellung „Breaking the silence“ durch Oberbürgermeister Roters ist bei vielen Menschen, Medien und Fachleuten auf Unverständnis gestoßen. Auch die grüne Ratsfraktion bewertete die Absage als vertane Chance in der Partnerschaft mit Tel Aviv und Bethlehem, den Dialog für Verständigung und Frieden weiter zu fördern.“

Weiter heißt es in der Grünen-Mitteilung: „Die jahrzehntelangen internationalen Aktivitäten der Stadt Köln zeichnen sich vor allem dadurch aus, dass die Stadt in dem unüberwindbar scheinenden israelisch-palästinensischen Konflikt immer Brücken des Dialogs und der Kooperation gebaut hat und dabei immer beiden Seiten gegenüber loyal war.

„Das vielfältige Veranstaltungsprogramm anlässlich des 50jährigen Jubiläums der diplomatischen Beziehungen zwischen Deutschland und Israel spiegelt die pluralistische Meinungsvielfalt der israelischen Gesellschaft wieder. Die Absage erzeugte nun eine Schieflage und beschädigte das bislang kluge städtische Engagement. Daher haben wir vorgeschlagen, die Ausstellung zumindest zeitversetzt seitens der Stadt Köln durchzuführen. Das wäre ein Schritt, den entstandenen Imageschaden zu reduzieren.“, erklärt Fraktionsvorsitzende Kirsten Jahn.

„Nun hat OB Jürgen Roters seine Meinung geändert und möchte die Ausstellung nach dem Jubiläumsprogramm durchführen. Das begrüßen wir! Die Aufmerksamkeit, die die Absage erzeugt hat, ist ein Zeichen dafür, dass es einen Wunsch nach Diskussion gibt. Die Ausstellung ist eine geeignete Plattform für eine breit angelegte Debatte.“

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