Rheinische Post: Detlev Hüwel kommentiert zu höheren Elternbeiträgen an Kitas

Düsseldorf (EB) – Vielerorts geht der Streik in den städtischen Kitas heute in die zweite Woche. Den Eltern, vor allem den Alleinerziehenden, wird zwar viel Geduld und Organisationsgeschick abverlangt, aber noch scheint das Verständnis für das Anliegen der Erzieherinen zu überwiegen. Die wollen, dass ihre Tätigkeit finanziell aufgewertet wird. Tatsächlich leisten sie in den Kitas extrem wichtige Arbeit, da die ersten Lebensjahre prägend sind für die Persönlichkeitsentwicklung der Kinder. SPD-Chef Sigmar Gabriel fordert jetzt eine bessere Bezahlung der Erzieherinnen. Woher das Geld kommen soll, sagt er nicht. Das nennt man Populismus. Fakt ist: Vielen Städten steht das Wasser bis zum Hals. Deutlich höhere Entgelte fürs Kita-Personal können sie aus eigener Kraft nicht stemmen. Entweder muss das Land einspringen, oder aber – was nicht auszuschließen ist – die Elternbeiträge werden spürbar erhöht. Derzeit decken sie nur zu etwa 15 Prozent die laufenden Kosten ab. Wenn am Ende des Kita-Streiks höhere Beiträge stünden, wären die Eltern die Gekniffenen.

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