Verfassungsschutz warnt vor gewaltbereiten Islamisten in ganz Europa

Berlin/Köln (pw) – Vor gewaltbereiten Islamisten in nahezu allen Staaten der Europäischen Union hat der Präsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz (BfV), Hans-Georg Maaßen, heute in Berlin gewarnt. Zur Eröffnung eines Symposiums zum Thema „Islamistischer Terrorismus in Europa“ warnte er, dass mit Terroranschlägen wie in Kopenhagen und Paris das Risiko von Anschlägen durch Nachahmungstäter in ganz Europa steige.

Auch mit Blick auf die Diskussion um den BND-Skandal unterstrich er, dass ein intensiver Informationsaustausch mit allen zuständigen Sicherheitsbehörden auf nationaler und internationaler Ebene unerlässlich sei. Maaßen: “Polizeien und Nachrichtendienste in Deutschland, Europa und darüber hinaus arbeiten unermüdlich daran, Gewalttaten zu verhindern, brauchen hierzu aber auch breiten Rückhalt und Unterstützung. Letztlich ist die gesamte Gesellschaft gefragt, Radikalisierungen frühzeitig zu erkennen und darauf zu reagieren.”

Mit dem Symposium wolle das BfV den Bogen bewusst weit spannen und den Jugend- und Sozialbereich in Wissenschaft und Praxis aktiv einbeziehen. Die Entwicklung und Umsetzung von Maßnahmen zur Prävention zähle zwar nicht zu den Kernaufgaben des Bundesamtes, gleichwohl leiste der Verfassungsschutz im Bereich der Sensibilisierung und der Deradikalisierung seinen Beitrag.

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