Wieder Lokführer-Streik – Politik reagiert mit Sarkasmus

Inzwischen ein gewohntes Bild. Lokführerstreik legt den Bahnverkehr lahm.

Inzwischen ein gewohntes Bild. Lokführerstreik legt den Bahnverkehr lahm. Quelle: CC – flickr.com/photos/mjohn2101/15406024409

Köln (pw) – Mit Sarkasmus reagiert die Politik auf die erneute Ankündigung eines Lokführer-Streiks. So twitterte der Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion in Schleswig-Holstein, Ralf Stegner: “Deutsche: Lasst das Jammern sein. Laufen und Radfahren ist gesund! Bahnfahren wird sowieso überschätzt. Herzlichst Ihr Claus Weselsky” Zuvor hatte die Lokführer-Gewerkschaft GDL per Pressemitteilung erneut einen Streik bekannt gemacht. Das Spitzengespräch am 29. April 2015 zwischen Bahn und GDL sei, wie viele Verhandlungen zuvor, ergebnislos verlaufen. Die DB-Verhandlungsführer lehnten es nach wie vor ab, mit der GDL Tarifverträge zu vereinbaren, die für all ihre Mitglieder des Zugpersonals in den Eisenbahnverkehrsunternehmen der DB gälten.

Laut GDL lehne die Bahn jegliche Festschreibung eindeutiger tariflicher Regelungen für die Mitglieder der GDL ab. Immer wieder verlange die DB gleichlautende Tarifverträge, somit die Unterwerfung der GDL unter die Tarifregelungen der Eisenbahnverkehrsgewerkschaft (EVG) und trete damit die grundgesetzlich geschützten Rechte der GDL-Mitglieder mit Füßen. Ganz offensichtlich sei dies beim Versuch geworden, die schlechteren Arbeitszeit- und Einkommensbedingungen der Lokrangierführer in die Tarifverträge der GDL zu verhandeln. Damit solle ein Tarifabschluss bis zum Inkrafttreten des Tarifeinheitsgesetzes verschleppt werden. Somit bleibe der GDL keine andere Wahl, als nach dem Ultima-Ratio-Prinzip erneut ihre Mitglieder zum Streik aufzurufen: am Montag, den 4. Mai 2015 um 15 Uhr im DB-Güterverkehr und am Dienstagmorgen um 2 Uhr im DB-Personenverkehr. Das Zugpersonal im Güter und Personenverkehr beende die Streiks am Sonntag, den 10. Mai 2015 um 9 Uhr.

Tags: , ,

Comments are closed.