Merkel reist nach Russland – Kein Schlussstrich unter die Geschichte

Merkel will keinen Schlussstrich ziehen, Foto: CDU, Dominik Butzmann

Merkel will keinen Schlussstrich ziehen, Foto: CDU, Dominik Butzmann

Köln/Berlin (pw) – Bundeskanzlerin Angela Merkel will angesichts der Feierlichkeiten zum Kriegsende keinen Schlussstrich ziehen. Sie wird am 10. Mai trotz der Differenzen mit Moskau nach Russland reisen. Sie will dort nach Angaben von Regierungssprecher Seibert zusammen mit dem ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenko einen Kranz am Grabmal des Unbekannten Soldaten niederlegen. Merkel betonte in diesem Zusammenhang, dass es keinen Schlussstrich unter Geschichte geben könne.

Das sehe sie auch an der Diskussion in Griechenland und in anderen europäischen Ländern. Deutschland habe da eine „besondere Verantwortung, aufmerksam, sensibel und auch kundig mit dem umzugehen, was wir in der Zeit des Nationalsozialismus angerichtet haben und welche lang dauernden Verletzungen und Sorgen da natürlich auch in anderen Ländern sind“. Sie habe da volles Verständnis. Merkel: „Deshalb: kein Schlussstrich.“

Es werde für sie ein sehr wichtiger Moment sein, wenn ich am 10. Mai nach Russland fahre: „Wir haben mit Russland im Augenblick sehr tief gehende unterschiedliche Meinungsunterschiede – gerade auch über die Fragen dessen, was in der Ukraine abläuft. Und trotzdem ist es mir wichtig, am 10. Mai dort gemeinsam mit dem russischen Präsidenten einen Kranz am Mahnmal des unbekannten Soldaten niederzulegen, um der Millionen Toten zu gedenken, die Deutschland aus dem Zweiten Weltkrieg heraus zu verantworten hat.“

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