VBE-Vorsitzender Beckmann rechtfertigt Tarifeinigung

VBE-Vorsitzender Udo Beckmann, Bild: Grüne NRW

VBE-Vorsitzender Udo Beckmann rechtfertigt nachträglich Tarifeinigung, Bild: Grüne NRW

Düsseldorf (tu) – Vier Wochen nach der Tarifeinigung hat der Bundes- und Landesvorsitzende der VBE, Udo Beckmann, die von vielen angestellten Lehrern als unzureichend empfundene Tarifeinigung als Kompromiss gerechtfertigt. „Nach Ablauf der Erklärungsfrist steht nun fest: Ab 01. August 2015 gilt der Tarifabschluss zwischen dbb/VBE und Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) zur Eingruppierung der tarifbeschäftigten Lehrerinnen und Lehrer“, erklärte er. „Die erreichte Entgeltordnung ist ein Kompromiss. Für den VBE ist dabei entscheidend, dass endlich Arbeitnehmervertretungen Einfluss darauf nehmen, nach welchen Gehaltsgruppen tarifbeschäftigte Lehrerinnen und Lehrer bezahlt werden. Nur der Druck der Arbeitskämpfe führte zu einem Einlenken der TdL. Wir haben darauf bestanden, dass dieser erste Schritt der Arbeitgeberseite festgezurrt wird und nicht nach der Devise ‚Alles oder Nichts‘ vom Tisch gefegt wird.“

Beckmann weiter: „Die Tarifeinigung vom 28. März auf ein Annäherungsverfahren ist der erste greifbare Schritt, gegen die Unterschiede in der Bezahlung zwischen tarifbeschäftigten und verbeamteten Kolleginnen und Kollegen vorzugehen. Mit der Entgeltordnung Lehrkräfte bestätigen auch die Arbeitgeber erstmals schriftlich Handlungsbedarf. Es werden nicht auf einen Schlag alle Ungerechtigkeiten in der Bezahlung der tarifangestellten Kolleginnen und Kollegen beseitigt – die bestehenden Unterschiede lassen sich nicht im Hauruck-Verfahren überwinden. Für den VBE ist die Marschrichtung klar. Die Paralleltabelle und gleicher Lohn für gleiche Arbeit bleiben als Zielgrößen ohne jeglichen Abstrich bestehen. Ab jetzt geht es um Verbesserungen auf der Basis der tarifierten Entgeltordnung. In der Einkommensrunde 2017 steht dies ganz oben auf unserer Agenda.“

Hintergrund: Am 28. März 2015 unterzeichneten der dbb, Spitzengewerkschaft des VBE, und die Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) die Entgeltordnung für Lehrkräfte. Bisher gab es für tarifbeschäftigte Lehrerinnen und Lehrer als einziger Gruppe im öffentlichen Dienst keinen Tarif-vertrag zur Bezahlung nach Eingruppierung. Stattdessen galten Arbeitgeberrichtlinien. Mit der erfolgten Tarifeinigung Lehrkräfte gilt ab 01. August 2015 ein Annäherungsverfahren, um die bestehende Entgeltdifferenz zur Paralleltabelle durch Angleichungszulagen schrittweise zu reduzieren. Die Erklärungsfrist zur Tarifeinigung lief am 30. April 2015 ab.

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