Archive for Mai, 2015

BDZV: Trauer um Alfred Neven DuMont

Sonntag, Mai 31st, 2015

Berlin (EB) – Der Bundesverband deutscher Zeitungsverleger (BDZV) trauert um sein Ehrenmitglied im Präsidium und früheren BDZV-Präsidenten Professor Alfred Neven DuMont. Der Ehrenvorsitzende des Aufsichtsrats der Mediengruppe M. DuMont Schauberg und Verleger des “Kölner Stadt-Anzeigers”, des “Express” (Köln), der “Mitteldeutschen Zeitung” (Halle), der “Berliner Zeitung” und des “Berliner Kuriers” sowie der “Hamburger Morgenpost” ist am 30. Mai 2015 in seinem 89. Lebensjahr gestorben.

BDZV-Präsident Helmut Heinen würdigte Alfred Neven DuMont, der “mehr als 60 Jahre im Familienunternehmen M. DuMont Schauberg in unvergleichlicher Manier die doppelte Funktion des Zeitungsverlegers als publizistischer Kopf und als wirtschaftlich verantwortlicher Unternehmer gelebt” habe. Der Verleger habe sein Amt als BDZV-Präsident in schwierigen Zeiten für die Branche angetreten. Mit dem Presserechtsrahmengesetz sei es um eine der wichtigsten medienpolitischen Diskussionen der bundesrepublikanischen Geschichte gegangen. Alfred Neven DuMont habe seinerzeit “größten Schaden von den Zeitungen abgewendet”.

Alfred Neven DuMont hatte als 28-Jähriger die Tätigkeit im elterlichen Verlagshaus aufgenommen, an dessen Spitze er in der elften Generation stand. Zuvor hatte er in Köln und München Philosophie, Geschichte und Literatur studiert, anschließend beim Axel Springer Verlag und bei der “Süddeutschen Zeitung” in München erste verlagspraktische Erfahrungen erworben und ein Studium an der Medial School of Journalism an der North Western University of Chicago absolviert. 1957 wurde er Herausgeber der Kulturzeitschrift “Magnum”, drei Jahre später Herausgeber des “Kölner Stadt-Anzeigers”. 1964 gründete Alfred Neven DuMont die Boulevardzeitung “Express”. Nach dem Tod seines Vaters Dr. Kurt Neven DuMont wurde er alleiniger Herausgeber von “Kölner Stadt-Anzeiger” und “Express”. Den Vorsitz der Geschäftsführung des Verlags führte Alfred Neven DuMont bis 1990; seither stand er an der Spitze des Aufsichtsrats; im Januar 2015 übergab er den Vorsitz an Christian DuMont Schütte und wurde selbst zum Ehrenvorsitzenden des Gremiums ernannt.

Über das erfolgreiche Wirken im eigenen Unternehmen hinaus setzt sich Neven DuMont Jahrzehnte lang mit großem Engagement für die gemeinsamen Belange der deutschen Zeitungsverleger ein. 1970 wurde er in das Präsidium des BDZV berufen, zehn Jahre später wählte ihn die Delegiertenversammlung zum Präsidenten. An der Spitze des BDZV trat Neven DuMont vor allem für die Erhaltung der Pressevielfalt und die Sicherung der publizistischen Funktion des Verlegers ein. Daneben lag ihm die Förderung des journalistischen Nachwuchses am Herzen. Als BDZV-Präsident engagierte Alfred Neven DuMont sich auch nachdrücklich für die Beteiligung der Zeitungen an den elektronischen Medien.

In Anerkennung seines erfolgreichen und vielfältigen Engagements im Präsidentenamt, das er bis 1984 ausübte, wurde der Kölner Verleger zum Ehrenmitglied des BDZV-Präsidiums ernannt. Außerdem war er langjähriges Mitglied im Vorstand des Zeitungsverleger Verbands Nordrhein-Westfalen. Seine Verdienste um die deutsche Presse sind vielfach gewürdigt worden, unter anderem mit dem großen Verdienstkreuz des Verdienstordens der Bundesrepublik mit Stern. Im Oktober 2001 wurde ihm von der Universität Halle eine Honorarprofessur für Medienpolitik und Ökonomie verliehen. Wenige Monate zuvor hatte ihn die Stadt Köln zum Ehrenbürger ernannt.

Verleger Alfred Neven DuMont ist tot. Nachruf eines früheren Mitarbeiters

Sonntag, Mai 31st, 2015

Von Heinz Tutt

 

Zeitungsverleger Professor Alfred Neven DuMont ist tot. Bild: mds

Zeitungsverleger Professor Alfred Neven DuMont ist tot. Bild: mds

Die Nachricht ist von allen Mitarbeitern des „Kölner-Stadt-Anzeiger“ mit großer Trauer aufgenommen worden. Professor Alfred Neven DuMont ist im Alter von 88 Jahren gestorben. Die Medienlandschaft in Deutschland wird sich verändern.

Als Mitarbeiter, der knapp vier Jahrzehnte beim „Kölner Stadt-Anzeiger“ als Journalist beschäftigt war – in der Kommunalpolitik und zuletzt 19 Jahre lang als Redaktionsleiter des Landesbüros der Zeitung in Düsseldorf -, will ich einen kleinen persönlichen Einblick über die Eindrücke geben, die dieser hervorragende Verleger und vor allem auch Journalist bei mir hinterlassen hat.

Neven DuMont, von fast allen stets „Alfred“ eher respektvoll denn vertraut genannt, galt schon vor Jahrzehnten als Patriarch. Wenn man zu einem Termin ins Vorzimmer „im Vorderhaus“ zitiert wurde, zitterten selbst Chefredakteure. Er brachte es einmal sogar fertig, einen joggenden Wirtschaftsredakteur von seinem Fahrer „einsammeln“ zu lassen, damit er seinem Verleger berichten konnte, was er denn tatsächlich in seinem Bericht gemeint habe. Solche Geschichten waren nach meiner Kenntnis aber die absolute Ausnahme – und Konsequenzen hatte diese unerfreuliche Begebenheit für den Kollegen jedenfalls nicht.

Alfred Neven war natürlich ein Machtmensch, der sich der Möglichkeiten seines Zeitungsimperiums in Köln stets bewusst war. Gleichwohl war er aber zutiefst Demokrat, der auf die Pressefreiheit nie etwas kommen ließ. Nicht ein einziges Mal bremste er, was meine Wahrnehmung betrifft, Recherchen, auch wenn andere sehr einflussreiche Leute, wie der frühere Oberbürgermeister Norbert Burger, der damals Messe-Aufsichtsrat war (und Neven DuMont sein Stellvertreter), ihn dazu dreist aufforderten.

Persönliche und gesellschaftliche Reputation war für Alfred Neven DuMont das eine, die journalistische Freiheit das andere. Hätten doch auch die vielen anderen Verleger im Land ihrer Redaktion so viel Freiheit eingeräumt! In den fast zwei Jahrzehnten, in denen ich in Düsseldorf über Landespolitik berichtete, hatte sich das „Vorderhaus“ kein einziges Mal gemeldet: sowohl bei kritischer Berichterstattung über SPD- als auch CDU-Regierungen. Ich weiß, dass dies bei Kollegen in anderen Verlagen nicht selbstverständlich war.

Professor Neven DuMont war nicht nur Verleger, sondern ist in seinem Innersten in erster Linie Journalist geblieben. Bis ins hohe Alter blieb er neugierig und ermunterte seine Chefredakteure, politisch brisanten Sachverhalten nachzugehen. Er hielt dabei den Redakteuren den Rücken frei. Anders als so manche frühere Chefredakteure, die glaubten, im Bereich der Medienpolitik sozusagen im vorauseilenden Gehorsam besonders gründlich beim Autor nachfragen zu müssen.

Es wäre verheerend, wenn dem Verleger und Publizisten Alfred Neven DuMont nun nur noch die Kaufleute im Verlag folgen würden. Zu befürchten ist dies.

Stadt reagiert betroffen auf den Tod von Alfred Neven DuMont

Sonntag, Mai 31st, 2015
Martin Börschel, Bild: SPD

Martin Börschel, Bild: SPD

Köln (tu) – Kölner Kommunalpolitiker reagierten betroffen nach dem Tod des Verlegers Alfred Neven DuMont. „Als leidenschaftlicher Verleger und engagierter Bürger hat er sich um Köln verdient gemacht und der Pressefreiheit weit über die Grenzen dieser Stadt hinaus eine Stimme gegeben“, erklärten Martin Börschel, Fraktionschef der SPD-Ratsfraktion, und OB-Kandidat Jochen Ott. „Alfred Neven DuMont lebte nicht nur für den Journalismus, sondern er hatte immer auch ein Herz für diejenigen in unserer Stadt, die Hilfe und Unterstützung benötigen. Soziales Engagement für Kinder Jugendliche war ihm ein Herzensanliegen. Auch die Kultur förderte er nach besten Kräften. Gerade durch sein soziales und kulturelles Engagement und seinen Einsatz für den Wirtschaftsstandort Köln hat er sich über das Zeitungmachen hinaus bleibende Verdienste erworben. Er war eine der großen politischen Verlegerpersönlichkeiten.(mehr…)

Die NRW-Polizei fährt jetzt BMW

Mittwoch, Mai 27th, 2015
 Jäger für BMW, Bild: SPD-NRW

Jäger für BMW, Bild: SPD-NRW

Düsseldorf (EB) – Die NRW-Polizei fährt jetzt BMW. Die Kölner Fordwerke können in ihrem eigenen Bundesland offenbar  nicht mithalten. Das Innenministerium teilte jetzt mit: BMW hat den Zuschlag für das Leasen von bis zu 1.845 Neufahrzeugen in den nächsten drei Jahren vom Landesamt für Zentrale Polizeiliche Dienste (LZPD NRW) erhalten. Die ersten neuen Streifenwagen vom Typ BMW 318d touring werden noch in diesem Jahr ausgeliefert. „Die neuen Streifenwagen erfüllen die hohen technischen Anforderungen für den täglichen Dienst und bieten ein Höchstmaß an Sicherheit“, sagte Innenminister Ralf Jäger. „Ein moderner Fahrzeugpark verbessert die Arbeitsbedingungen unserer Polizisten im Streifendienst. Sie benötigen für ihren mobilen Arbeitsplatz rund um die Uhr moderne, sichere und funktionale Fahrzeuge.“ (mehr…)

„Freie Wähler“ kommentieren Neuauszählung in Köln: “Sieg des Rechtsstaats”

Mittwoch, Mai 20th, 2015

Köln (EB) – Als einer der beiden Schriftführer im Wahlausschuss nahm Andreas Henseler, Ratsmitglied der Freien Wähler, an der Neuauszählung der Briefwahlstimmen in einem Rodenkirchener Wahlkreis teil. In einer Presseerklärung erläuterte er die Position seiner Partei. (mehr…)