Leipziger Volkszeitung: Verlage wollen 6 Prozent des Google-Umsatzes

Köln (pw) – Die in der Verwertungsgesellschaft VG Media zusammengeschlossenen Verleger verlangen nach einem Bericht der Leipziger Volkszeitung (LVZ) von Google einen Anteil von sechs Prozent des Umsatzes. Dies seien nach Berechnungen der Verleger zwischen 200 und 400 Millionen Euro.

Die Verleger berufen sich auf das seit 2013 geltende Leistungsschutzrecht, das Online-Anbietern einen Vergütungsanspruch gegenüber Suchmaschinenbetreibern wie Google gewährt. Kostenfrei dürfen danach nur winzige Snippets in Suchmaschinen wiedergegeben werden. Da juristisch umstritten blieb, welche Teile noch kostenlos sein sollen, listet Google diejenigen Verlagsangebote aus, die auf einer Vergütung beharren. Da die meisten Verlage dadurch größere Umsatzeinbußen befürchteten, gaben sie Google “widerruflich” nach und ließen den US-Giganten weiterhin ihre Inhalte auflisten.

Die VG Media strengte jedoch ein Verfahren an, um durchzusetzen, dass Google die Inhalte der Verlage nicht auslisten dürfe und gleichzeitig die dadurch erzwungene Nutzung vergüten müsse. Nach Angaben der LVZ gab die VG Media jetzt die Eckpunkte ihrer Berechnung bekannt. Nach deren Schätzung erwirtschaftet Google in Deutschland einen Umsatz von 3 bis 5,8 Milliarden Euro. Der pauschale Regelvergütungssatz für Verwertungsgesellschaften betrage 10 Prozent des Umsatzes, bei digitalen Verwertungen ein Prozent Zuschlag. Da in der VG Media etwas weniger als die Hälfte der Verlage beteiligt sind, belaufe sich die Forderung auf 6 Prozent des Umsatzes.

Beiträge honorarfrei unter Quellenangabe „rheinische.allgemeine.de“

Tags: , ,

Comments are closed.