Jedes dritte Kind in Kindertagesbetreuung hat in NRW Migrationshintergrund

Düsseldorf (EB) – Anfang März 2014 besuchten in Nordrhein-Westfalen 523 200 Kinder unter sechs Jahren ein Angebot der Kindertagesbetreuung. Wie das Statistisches Landesamt NRW mitteilt, hatte davon etwa jedes dritte Kind (172 000) mindestens ein Elternteil, das nicht in Deutschland geboren wurde. Bei annähernd jedem vierten Kind (119 900) in Kindertagesbetreuung wird zu Hause überwiegend nicht deutsch gesprochen.

Der Anteil der Kinder mit Migrationshintergrund an der Gesamtzahl der Kinder unter sechs Jahren in Kindertagesbetreuung war in den kreisfreien Städten und Kreisen des Landes unterschiedlich: In Gelsenkirchen (47,9 Prozent) und Hagen (47,5 Prozent) hatte Anfang März 2014 nahezu jedes zweite betreute Kind mindestens ein Elternteil, das nicht in Deutschland geboren wurde. Duisburg und Bielefeld folgten hier mit jeweils 47,4 Prozent auf den weiteren Plätzen. Die niedrigsten Anteile ermittelten die Statistiker bei dieser Betrachtung für die Kreise Coesfeld (12,4 Prozent) und Borken (16,1 Prozent).

Bei den Familien, die sich zu Hause überwiegend in einer Fremdsprache unterhalten, wiesen die Städte Duisburg (38,4 Prozent), Gelsenkirchen (36,6 Prozent), Wuppertal und Hagen (jeweils 33,5 Prozent) die höchsten Quoten auf. Den niedrigsten Anteil von Familien, in denen zu Hause überwiegend nicht deutsch gesprochen wird, hatte im vergangenen Jahr der Kreis Höxter (7,3 Prozent).

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