NRW-FDP fordert mehr Transparenz bei der Qualitätsanalyse in Schulen

Gebauer, Bild: FDP

Gebauer, Bild: FDP

Düsseldorf (EB) – In der heutigen Anhörung im Schulausschuss des Landtags zur Qualitätsanalyse haben sich Experten für mehr Transparenz für Eltern und Öffentlichkeit ausgesprochen. Damit sieht sich die FDP in ihrer Forderung bestätigt, erklärte sie in einer Mitteilung. Die Freien Demokraten hätten bereits im Frühjahr 2014 die Veröffentlichung der Ergebnisse der Qualitätsberichte sowie der Weiterentwicklungsziele der Schulen gefordert. Darüber hinaus dränge die FDP darauf, dass Rot-Grün endlich einen neuen Gesamtbericht zur Qualität der Schulen vorlege. „Diese Forderungen sind von SPD und Grünen bisher vom Tisch gewischt worden. Qualität von Schulen darf aber keine Verschlusssache sein“, kritisiert die bildungspolitische Sprecherin der FDP-Fraktion Yvonne Gebauer.

Das Prinzip einer externen Prüfung der Schulqualität sei richtig und notwendig. Mehr Eigenverantwortung und gleichzeitige Sicherung von Qualitätsstandards seien zwei Seiten einer Medaille. „Die FDP hat stets betont, dass ein weniger bürokratisches Verfahren für Schulen wichtig ist. Das geänderte Verfahren zeigt überwiegend in die richtige Richtung, allerdings müsste stärker auf die Unterrichtsqualität geachtet werden. Eine externe Qualitätskontrolle bringt jedoch nichts, wenn notwendige Unterstützungsmaßnahmen für die Schulen von Seiten der Schulverwaltung ausbleiben“, erklärt Gebauer. Es sei unverzichtbar, dass Schulen als Folge der Qualitätsanalyse auch die qualitative Begleitung erhalten, um Schwächen abzubauen und Stärken zu stärken.

Auch bei der Qualität einzelner Schulen sei mehr Transparenz unerlässlich. „In anderen Bundesländern werden die Ergebnisse unter Beachtung des Datenschutzes veröffentlicht. Warum soll das in NRW nicht möglich sein?“, fragt die Schulexpertin. Selbstverständlich sei unerlässlich, dass zunächst die Schulgremien intern über die Ergebnisse beraten. Eine qualitative Weiterentwicklung von Schullandschaften könne aber nur gelingen, wenn mehr Offenheit zu Stärken und Schwächen sowie den Weiterentwicklungszielen der Schulen vor Ort besteht. „Es kann auch nicht sein, dass Rot-Grün seit Jahren keinen Bericht zu den landesweiten Qualitätstests vorgelegt hat. Zwar reden SPD und Grüne gerne von Transparenz, aber ähnlich wie beim Unterrichtsausfall verhindert die Koalition konsequent die notwendigen Maßnahmen.“

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