Immer mehr Beamte im Ruhestand – 2013 wurden in NRW 9 276 Landesbeamte und Richter pensioniert – VBE rechnet mit Zunahme

Düsseldorf (tu) – 9 276 vormals im Dienst des Landes Nordrhein-Westfalen stehende Beamte und Richter wechselten im Jahr 2013 in den Ruhestand. Dies teilte das Statistische Landesamt NRW in einer Pressemeldung mit. Hiernach waren das 9,6 Prozent mehr als ein Jahr zuvor (8 464). Knapp ein Drittel (32,6 Prozent) der 2013 in den Ruhestand gewechselten Beamten und Richter schied mit Erreichen der Regelaltersgrenze aus dem aktiven Erwerbsleben aus.15,1 Prozent wurden wegen Dienstunfähigkeit pensioniert und 13,5 Prozent wegen Erreichens einer früheren Altersgrenze, z. B. wegen einer Schwerbehinderung (Mindestaltersgrenze: 60 Jahre). 30,7 Prozent der neuen Pensionäre wurden auf eigenen Antrag nach dem 63. Lebensjahr (jedoch vor dem 65. Lebensjahr) und 8,2 Prozent aufgrund der im Polizei- und Justizvollzugsdienst geltenden besonderen Altersgrenze in den Ruhestand versetzt.

Mit 69,7 Prozent bildeten die 6 469 Lehrerinnen und Lehrer in NRW die größte Gruppe der 2013 neu hinzugekommenen Ruhegehaltsempfänger. Von den im letzten Jahr pensionierten Lehrern schieden 14,3 Prozent vorzeitig wegen Dienstunfähigkeit und 13,5 Prozent aufgrund von Schwerbehinderung aus dem aktiven Dienst aus. 38,2 Prozent der vormals im Schuldienst tätigen Beamten quittierte den Dienst auf eigenen Antrag mit dem 63. Lebensjahr. 34,0 Prozent der pensionierten Lehrer schieden mit Erreichen der Regelaltersgrenze aus dem Dienst aus.

„Die Zahlen der pensionierten Lehrkräfte überraschen nicht – schließlich bilden verbeamtete Lehrkräfte mit fast 60 % den größten Anteil an der Beamtenschaft“, kommentiert Udo Beckmann, Vorsitzender des Verbandes Bildung und Erziehung (VBE) NRW die Statistik. „Hinzu kommt, dass in der Lehrerschaft nach wie vor eine Überalterung festzustellen ist.“

Über alle Schulformen hinweg sind rund 14 % aller Lehrkräfte über 60 Jahre alt. Die Zahl der Pensionierungen im Schulbereich werde sich aufgrund der bestehenden Altersstruktur und den wachsenden Belastungen in den kommenden Jahren eher noch verstärken, so Beckmann: „Wenn die Landesregierung die Belastungen im Schulbereich nicht absenkt, wird die Zahl der Frühpensionierungen aufgrund gesundheitlicher Gründe weiter ansteigen. Sie muss zudem deutlich mehr in den Bereich der Prävention investieren. Wie wenig Priorität der Gesundheitszustand der Lehrkräfte für die Landesregierung hat, zeigt die Antwort auf eine Kleine Anfrage der Piraten: Darüber lägen der Landesregierung keine Zahlen vor, hieß es.“

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