WAZ: Keine Toleranz bei Hetzparolen. Kommentar von Walter Bau |

Essen (ots) – Darf man die Palästinenser-Politik der israelischen Regierung als verfehlt kritisieren? Natürlich! Darf man die Bombardierung des Gazastreifens durch die israelische Armee als maßlos überzogenen Akt der Gewalt attackieren? Sicher! Die Regierung Netanjahu muss sich, so wie jede andere Regierung der Welt, öffentlicher Kritik stellen. Wenn aber inhaltliche Kritik umschlägt in judenfeindliche Parolen – und damit in Antisemitismus -, dann ist die Grenze zum offenen Rassismus erreicht. Bei manchen Demos am Wochenende gegen den Gaza-Krieg wurde diese Linie von einigen Teilnehmern überschritten. Offensichtlich versuchen extremistische Gruppen, den – siehe oben – legitimen israelkritischen Protest für ihre Zwecke zu vereinnahmen. Deshalb ist eine klare Abgrenzung gegenüber diesen Hetzern unverzichtbar. Ihnen geht es nicht um sachliche Auseinandersetzung, sondern allein um Hass.

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